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Brief an 27 Bischöfe: |
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Sehr geehrter Herr Bischof,
ich möchte mich mit einer Frage an Sie wenden, über deren Beantwortung ich sehr froh wäre.
Wenn ich mit Christen ins Gespräch komme über die Tiere und die Frage stelle, ob Tiere eine Seele haben, lautet die Antwort in der Regel: Nein, Tiere haben keine Seele.
Auch in der BILD-Zeitung habe ich diese Frage schon gefunden, die ein Leser an Bruder Paulus schrieb, der daraufhin antwortete: »...Tiere haben weder Geist noch Seele. Sie haben keine Gefühle...«
Als Christ frage ich mich: Wo hat Jesus denn gesagt: Tiere haben keine Seele?
Wenn die Tiere keine Seele haben, wie kann man dann beweisen, dass Menschen wie Sie und ich, also auch Bischöfe, eine Seele haben?
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Die Antworten der Bischöfe: |
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Wir wollen es vorwegnehmen: Die Bischöfe sprechen übereinstimmend Tieren die Seele ab. So wie sie früher Frauen, Indianern und Negern die Seele absprachen. - Doch lesen Sie selbst:
Bischof von Eichstätt, Dr. Walter Mixa: »Eine Seele besitzt allein der Mensch, diese verleiht ihm seine Würde, die ihn über alle anderen Geschöpfe erhebt.«
Erzbistum Köln, Stabsstelle Glaubensfragen Dr. Raimund Lülsdorff: »Im Gegensatz zum Tier verfügt der Mensch über eine Geistseele, die ihn dazu befähigt, bewusst, abstrakt und zielgeleitet zu handeln. Dieses (Selbst-) Bewusstsein des Menschen befähigt ihn letztlich auch dazu, zu Gott aufzuschauen und ihn anzubeten - ein religiöses Verhalten, das man bei Tieren nun wirklich nicht antreffen kann. ... Man erzählt, dass jemand mit einem Hund in den Kölner Dom gehen wollte. Der Kirchenschweizer verweigerte ihm dies, woraufhin der Mann empört darauf hinwies, auch der Hund sei ein Geschöpf Gottes. Darauf erhielt er die Antwort: `Wenn Ihr Hund ein Vaterunser betet, dann kann er eintreten!´ Dieser Kölner Schwank soll in lockerer Weise zeigen, wie sich selbst das höhere Tier vom Menschen gerade in religiöser Hinsicht unterscheidet.«
Bischof von Fulda, Heinz J. Algermissen: »In der Sprache der Theologie des Christlichen Glaubens wird in der Tat der Begriff "Seele" einzig und allein dem Menschen zuerkannt. «
Erzbischof von Berlin, Domvikar Martin Kalinowski: »Die von Ihnen gestellte Frage, ob Tiere eine Seele haben, ist nicht Gegenstand der Offenbarung. Es gibt folglich hierzu keine lehramtlichen Aussagen der Kirche. Aber es gibt deutliche Aussagen zum Schutz der Tiere. ... Tierquälerei und nicht bestimmungsgemäße Verwendung von Tieren sind - ebenfalls im Sinne der Schöpfung - zu vermeiden.«
Was ist denn eine »bestimmungsgemäße Verwendung« von Tieren? - Dass aus Sicht der Kirche das Quälen in Tier-Ghettos, das Schlachten, das Lust-Töten bei der Jagd und Tierversuche dazu gehören, zeigt ein Blick in den Katechismus (s. Kasten S. 1). - Anm. d. Red.
Bischof von Regensburg, Bischöfl. Sekretariat Dr. Chr. Schaller: »Das weite begriffliche Feld "Seele" hat also mit der bewusst wahrgenommenen Beziehung des Menschen mit Gott zu tun. Geistig, mit seiner Vernunft und seinem Verstand, über Gott nachzudenken. Sich selbst als ein Geschöpf zu erkennen. (...) Zu alledem ist ein Tier nicht in der Lage.«
... Und was ist mit Menschen, die nicht über Gott nachdenken oder nicht an ihn glauben? Haben sie keine Seele? Was ist mit geistig Behinderten? Was ist mit Klerikern, die nicht an Gott glauben (davon gibt es viele!)? - Anm. d. Red.
Bischof von Limburg, Persönlicher Referent Sebastian Lindner: »Die Seele ist also der Definition nach das, was den Menschen als Menschen ausmacht und ihn von allen anderen Lebewesen unterscheidet. ...Insofern wird der Begriff "Seele" allein auf den Menschen bezogen und ist auf Tiere nicht anwendbar.«
Über 1500 Jahre unterschieden Kirchenlehrer auf gleiche Weise zwischen Männern und Frauen: »Das Weib ist ein minderwertiges Wesen, das von Gott nicht nach seinem Ebenbilde geschaffen wurde. Es entspricht der natürlichen Ordnung, dass die Frauen den Männern dienen.« (Augustinus, 354-430, einer der bedeutensten Kirchenlehrer) Papst Johannes Paul II.: »Eine Frau soll still zuhören und sich ganz unterordnen. Ich gestatte es keiner Frau zu lehren und sich über den Mann zu erheben. Zuerst wurde ja Adam erschaffen, und dann erst Eva.« Jahrhundertelang vertrat die Kirche auch den Irrglauben, dass Indianer und Neger minderwertige Wesen seien, weswegen man sie beruhigt versklaven und bedenkenlos töten könne. Heute braucht man das Märchen »Tiere haben keine Seele« als Rechtfertigung, um sie aufzuessen... - Anm. d. Red.
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Tierleid durch den Katechismus: |
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Auf unsere Frage »Haben Tiere eine Seele?« erhielten wir vom Bischof von Rottenburg-Stuttgart (Persönlicher Referent Dr. Dirk Steinfort) folgende Antwort:
»Ich darf Ihnen in der Anlage einen entsprechenden Abschnitt aus dem Weltkatechismus der Kirche zukommen lassen...«
2417 Gott hat die Tiere unter die Herrschaft des Menschen gestellt, den er nach seinem Bild geschaffen hat. Somit darf man sich der Tiere zur Ernährung und zur Herstellung von Kleidern bedienen. Man darf sie zähmen, um sie dem Menschen bei der Arbeit und in der Freizeit dienstbar zu machen. Medizinische und wissenschaftliche Tierversuche sind in vernünftigen Grenzen sittlich zulässig, weil sie dazu beitragen, menschliches Leben zu heilen und zu retten.
2418 ... Auch ist es unwürdig, für sie Geld auszugeben, das in erster Linie menschliche Not lindern sollte. Man darf Tiere gern haben, soll ihnen aber nicht die Liebe zuwenden, die einzig Menschen gebührt.
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Unermessliches Tierleid - die Kirche gibt ihren Segen dazu. Mit Jesus von Narareth hat dies nicht zu tun, denn er liebte die Tiere. Jesus und die ersten Christen waren Vegetarier. |
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"Was der Mensch säht, das wird er ernten", so steht es in der Bibel. - Was, wenn all das Leid und die Zerstörung, die wir den Tieren und der Natur antun, auf uns Menschen zurückkommt? |
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Die Tierliebe des Jesus, des Christus |
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Die Kirche steht im Gegensatzzur Lehre Jesu und zum Urchristentum
Die Bibel wurde im Auftrag des Papstes von Hieronymus im Sinne der entstehenden römischen Kirche zusammengestellt. Hieronymus selber war, wie Jesus und die Urchristen, Vegetarier. Er schrieb: »Der Genuss des Tierfleisches war bis zur Sintflut unbekannt... Jesus Christus, welcher erschien, als die Zeit erfüllt war, hat das Ende wieder mit dem Anfang verknüpft, so dass es uns jetzt nicht mehr erlaubt ist, Tierfleisch zu essen.«
Im »Evangelium Jesu«, einem apokryphen Bericht über das Leben Jesu, ist zu lesen (Humata Verlag, Kap. 28): »Einen Tag, nachdem Jesus Seine Rede beendet hatte, geschah es (...), dass ein junger Mann Ihm lebende Kaninchen und Tauben brachte, damit Er sie mit Seinen Jüngern verzehre. Und Jesus blickte den jungen Mann liebevoll an und sprach zu ihm: »Du hast ein gutes Herz, und Gott wird dich erleuchten; aber weißt du nicht, dass Gott am Anfang dem Menschen die Früchte der Erde zur Nahrung gab und ihn dadurch nicht geringer machte als den Affen oder den Ochsen oder das Pferd oder das Schaf, dass er seine Mitgeschöpfe tötet und ihr Fleisch und Blut verzehrt?«
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Jesus, seine Jünger und die ersten Christen waren Vegetarier |
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Die Tierliebe der Urchristen |
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Johannes Chrysostomus (354-407 n.Chr) berichtet über eine Gruppe von Urchristen: »Keine Ströme von Blut fließen bei Ihnen; kein Fleisch wird geschlachtet und zerhackt ... - Bei ihnen riecht man nicht den schrecklichen Dunst des Fleischmahles ... Wünschen sie ein üppiges Mahl, so besteht ihre Schwelgerei aus Früchten...«
Lesen Sie auch: Tiere haben eine Seele!
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Gott sprach in der Schöpfungsgeschichte: |
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»Sehet da, ich habe euch gegeben alle Pflanzen, die Samen bringen und alle Bäume mit Früchten, die Samen bringen, zu eurer Speise.« Bibel: Genesis 1,29
Lesen Sie auch: Tiere haben eine Seele! Moralisches Verhalten bei Tieren
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Denk Mit Nr. 10 Okt. 05 Tiere haben eine Seele!
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