Denk Mit Nr. 5, April/Mai 2005 S. 1 zur Vergrößerungsansicht anklicken



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Papst Ratzinger: Massenpsychose um Papst-Kult

 



Massenpsychose um Ratzinger

Er nennt sich Benedikt XVI. Bisher kannten wir ihn unter dem Namen Kardinal Ratzinger. Nachdem aus dem Vatikan weißer Rauch aufgestiegen war, klatschten über hunderttausend Menschen begeistert Applaus, rund um den Vatikan gab es Hupkonzerte und der Autoverkehr brach zusammen. Bei diesen Bildern drängte sich dem kritischen Fernsehzuschauer der Begriff »Massenpsychose«
geradezu auf...




Massenpsychose um den verstorbenen Wojtyla

Wir erinnern uns noch an die »Massenpsychose« nach dem Tod von Karol Wojtyla, die sich in Rom abgespielt hatte. Selbst die Lutheraner pilgerten an das Grab des soeben verstorbenen Papstes und verbündeten sich so offenbar mit denen, von denen Luther sagte, sie seien Teufel.

Original-Ton Luther: »Ich glaube, dass der Papst ein vermummter und leibhaftiger Teufel ist«. Oder: »Denn der Teufel, der ja das Papsttum gestiftet, der redet und wirket alles durch den Papst und den römischen Stuhl.«

siehe: Denk Mit Nr. 3, Feb. 2005


Noch nie hatte es um den Tod eines Papstes so ein Medienspektakel gegeben

Wer ist Benedikt XVI.?

Bis zum 19. April 2005 war Joseph Ratzinger die rechte Hand seines Vorgängers Papst Johannes Paul II., der ihn 1981 zum Präfekten der »Glaubenskongregation« gemacht hatte - zum »modernen Inquisitor«.
Die Rollenverteilung war ideal: Der Medien-Papst Johannes Paul II. reiste, küsste und zelebrierte am Ende sein langsames Siechtum vor laufenden Kameras, sein Groß-Inquisitor Ratzinger strafte und geißelte.

Ratzinger, der »Großinquisitor«

Im ARD-Magazin Kontraste (03.03.2005) äußerte sich Joseph Ratzinger vor einigen Wochen zu seinem Titel »moderner Großinquisitor«. Und siehe da: Ratzinger hatte mit dem Begriff »Inquisitor« überhaupt kein Problem - im Gegenteil: Er sah sich mit der Inquisition früherer Jahrhunderte in einer kontinuierlichen Linie! Der einzige Unterschied: Heute bediene man sich anderer Methoden. Und dann kam die makabre »Krönung«: Ratzinger wertete die Folter-Verhöre der Inquisitoren des Mittelalters gar als »Fortschritt« - schließlich hätten »Untersuchungen« stattgefunden.
Ratzinger wörtlich: »Großinquisitor ist eine historische Einordnung, irgendwo stehen wir in der Kontinuität. Aber wir versuchen heut' das, was nach damaligen Methoden, zum Teil kritisierbar, gemacht worden ist, jetzt aus unserem Rechtsbewusstsein zu machen. Aber man muss doch sagen, dass Inquisition der Fortschritt war, dass nichts mehr verurteilt werden durfte ohne Inquisitio, das heißt, dass Untersuchungen statt finden mussten.«

Das ist ein Skandal! Denn diese »Untersuchungen« waren mit grausamsten Folterungen verbunden und führten in sehr vielen Fällen zum Tod des Angeklagten! Nach Einschätzung des SPIEGEL war die Inquisition (lat. »Befragung«) »Vorläufer von Gestapo, KGB und Stasi«.

 



Die Inquisition dauerte vom 13.-18. Jahrhundert. Die Opfer: bis zu 10 Millionen Tote sowie unzählige Gefolterte, Misshandelte und Terrorisierte (DER SPIEGEL, 1.6.1998). Es waren Menschen, die der Kirche nicht zustimmten, die Missstände in der Kirche kritisierten oder sogar ein ethisch hochstehendes Urchristentum praktizierten, wie z.B. die Katharer. Bei der »Befragung« ging es nicht um die Wahrheit: Die Inquisitoren »bestanden in der Regel auch weiterhin auf den Beschuldigungen, selbst in solchen Fällen, wo sie sich als Verleumdungen und Erfindungen der Denunzianten herausgestellt hatten«, schreibt J. R. Grigulievic in seinem Buch »Ketzer, Hexen, Inquisition«.

Am Tag seiner Wahl zum Papst brachte das ZDF eine Sondersendung über das Leben des Josef Ratzinger. Hier erklärte Ratzinger zum Thema Inquisitionsprozesse: Bei Galilei habe man sich geirrt, die meisten anderen seien »Giftmischer und Zauberer«, also »Kriminelle« gewesen. - Wirklich?

Als Präfekt der »Glaubenskongregation« stand Ratzinger in direkter und sogar räumlicher Nachfolge zu den alten Inquisitoren. Denn in den gleichen Räumen hatte sich bereits die »Heilige Inquisition« befunden....

Ratzinger: Vorherrschaft der Vatikankirche

In seiner Eigenschaft als Chefideologe der katholischen Kirche kämpfte er gegen Homosexuelle, gegen Feminismus, Mitsprache der Basis in der Kirche und gegen die »Befreiungstheologen« in Südamerika, die den Armen in den Slums helfen und für mehr Gerechtigkeit sorgen wollten. Der Befreiungstheologe Leonardo Boff wurde 1984 von Ratzinger zu einem einjährigen Bußschweigen verdonnert.

Im Jahr 2000 postulierte Ratzinger in dem Opus »Dominus Jesus« die Vorherrschaft der katholischen Kirche vor allen anderen Glaubensgemeinschaften und lehnte den Begriff »Schwesternkirchen« ab. Hier kritisierte ihn sogar Papst Johannes Paul II. mit den Worten: »Wir wünschen keine Verachtung einer anderen Religion.«

Schon Benedikt XIV. war Inquisitor

Seinen Papst-Namen »Benedikt XVI.« hat Ratzinger offenbar bewusst gewählt: Sein Namens-Vorgänger Papst Benedikt XIV. war bereits Inquisitor gewesen. Dieser hatte im Jahre 1744 mit der Bulle »Ab Augustissimo« die Verordnungen seiner Vorgänger bestätigt, worin die Todesstrafe für Hostienmissbrauch zu magischen Zwecken auch schon bei Ersttätern vorgeschrieben worden war - er hat die Verteidigungsmöglichkeiten der Angeklagten sogar noch einge- schränkt!

Und Benedikt XV., der 1914 Papst wurde, setzte die Verunglimpfung und Hetze seiner Vorgänger gegen die Juden fort. Als die Engländer am Ende des Krieges Palästina besetzten und den Juden ein eigenes Land in Aussicht stellten, ließ Rom verlauten: »Wir unterstützen die jüdische Rasse nicht, weil sie von einem revolutionären und rebellischen Geist durchdrungen ist«.

Vatikan-Kirche:
»Ausmerzen, was gegen den Glauben ist«

Und was passiert, wenn man sich von dieser Kirche trennt und Jesus nachfolgen will?
Da äußert sich die Kirche klar: Sie will »ausmerzen, was gegen den Glauben ist« und »Irrlehren verbieten« (Neuner/Roos: Der Glaube der Kirche, S. 256).

Heute sterben zwar keine »Ketzer« mehr auf dem Scheiterhaufen. Statt Mord gibt es heute den Rufmord: Andersgläubige werden verketzert und verleumdet, weil kirchliche »Sektenbeauftragte« Rufmord-Kampagnen anzetteln, die zu sozialer und beruflicher Diskriminierung führen.

Die Folge: Religionsunfreiheit in Deutschland.
(Über dieses Thema werden wir in der nächsten Ausgabe ausführlich berichten! - siehe auch: Denk Mit Sonderausgabe)

Wohin haben die Päpste das Weltenschiff gelenkt?

Die Erde hat genug Güter für alle - doch es fehlt bekanntlich an der gerechten Verteilung. Keiner müsste hungern, wenn nicht die Reichen immer reicher würden.

Die Kirche ist unglaublich reich. - Was würde Jesus von Nazareth dazu sagen, würde er heute leben? Würde er nicht heute wie damals sagen: »Verschenkt diesen Reichtum, gebt das Geld den Armen, die hungern«? Würde die Kirche ihren unglaublichen Reichtum an die Armen geben, wäre der Hunger in der Welt bald beseitigt.
Statt dessen hat der verstorbene Papst Johannes Paul II. mit seinen Drohungen von der ewigen Verdammnis und dem Verbot der Geburtenkontrolle die Bevölkerungsexplosion sogar noch angeheizt - und damit Aids, Hunger und Tod von unzähligen Menschen in den armen Ländern.

Der Papst vertritt den unermesslichen Reichtum seiner Kirche. Doch weder Johannes Paul II., noch seine Vorgänger, noch der neue Papst Joseph Ratzinger - der seit 1981 »oberster Glaubenshüter« und die rechte Hand von Johannes Paul II. war - haben diesen Reichtum an die Armen gegeben. Die Kirchenfürsten fordern lediglich ihre Gläubigen zu Spenden auf...

Der Reichtum der Kirche ist Blutgeld

Doch wie kam die Kirche zu diesem riesigen Reichtum? In der Geschichte hat die Kirche immer Blut vergossen und sich bereichert - bei den Kreuzzügen, der Eroberung Amerikas, bei den Ketzerverfolgungen und den Hexenverbrennungen (siehe S. 1).

Heute bereichert sie sich auf Kosten des Steuerzahlers: Der Staat gibt den Kirchen jährlich - zusätzlich zu den Kirchensteuern! - aus dem allgemeinen Steuertopf 14 Milliarden (!!) Euro aufgrund alter und uralter Verträge, z.T. noch aus der Zeit Napoleons.

Jesus von Nazareth hat bekanntlich gesagt: »Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr als dass ein Reicher in das Reich Gottes kommt!« - Mit Gott haben der reiche Papst und die reiche Kirche also nichts zu tun - mit wem dann?


So genannte »Peinliche Befragung« Inquisition: »Befragung« durch grausame Folter - um die Wahrheit ging es nicht, sondern um die »Reinheit des Glaubens«

Der Reichtum der Kirche ist Blutgeld

Der Vatikan hortet den zweitgrößten Goldschatz auf Erden.
Er pokert mit enormen Finanzreserven an der Wallstreet (Besitz an Aktien und Kapitalbeteiligungen vermutlich über hundert Milliarden Euro). Der Vatikan ist der größte Grundbesitzer der Welt und in vielen Städten der größte Immobilienbesitzer.
Wie kam die Kirche zu diesem unermesslichen Reichtum?

- Blutgeld durch Kreuzzüge: Die »Ungläubigen« wurden ermordet und ihre Städte geplündert.

- Blutgeld durch Inquisition und Hexenverbrennungen: Eine der schändlichsten Arten des Vatikans, Blutgeld und Reichtum zu scheffeln, war der Raubmord an Andersgläubigen.

- Blutgeld durch Raubmord: Unzählige Menschen wurden bei der Eroberung Amerikas umgebracht - vor allem des Goldes wegen. Dieses Gold ist noch heute Teil der Katholischen Kirche.

- Blutgeld durch Sklaverei: Der Menschenhandel und die Sklaverei vergrößerten den Reichtum der Kirche, von dem sie heute noch lebt.

- Superreich durch Leibeigene: Auch Leibeigene (ab dem 4. Jahrh.) vergrößerten den Reichtum der Kirche...

Jesus von Nazereth sprach zu dem reichen Jüngling: »Geh und verkaufe deine Güter und gib das Geld den Armen. Dann komm und folge mir nach!«




Inquisition: Verfolgung von Andersdenkenden

Die Inquisition dauerte vom 13.-18. Jahrhundert.

Die Opfer: bis zu 10 Millionen Tote sowie unzählige Gefolterte, Misshandelte und Terrorisierte (SPIEGEL, 1.6.1998).

Auf einen verbrannten »Ketzer« (von griech. Katharoi = die Reinen) kam etwa die zehnfache Zahl an Menschen, die zu langjährigen Kerkerstrafen oder zu wiederholten schweren Demütigungen verurteilt wurden.

Papst Gregor IX. (1170-1241) organisierte die Inquisition: »Es ist die Pflicht eines jeden Katholiken, Ketzer zu verfolgen.«

Wer einmal in die Mühlen der Inquisition geriet, hatte keine Chance:
Er wurde durch eine oft langjährige Haft in finsteren Verliesen gefügig gemacht, durch Folter gequält und zu einem »Geständnis« gezwungen. Sein Vermögen wurde beschlagnahmt und fiel zum großen Teil an die Kirche; seine Angehörigen standen meist mittellos auf der Straße, niemand traute sich, ihnen zu helfen.



 



 



Jesus hat so etwas niemals gelehrt!

Jesus lehrte »Du sollst nicht töten!«. Jesus lehrte die Nächstenliebe und die Feindesliebe. Jesus sagte: »Wer zum Schwert greift, wird durch das Schwert umkommen!« Darum mag sich die Kirche katholisch oder vatikanisch nennen - das Wort »christlich« aber soll sie aus ihrem Namen streichen!



Droht neue Rinderseuche?

Das für die Rinderseuche Paratuberkulose verantwortliche Bakterium MAP (Mycobacterium paratuberculosis) kann beim Menschen die Darmerkrankung Morbus-Crohn hervorrufen.
Morbus-Crohn gilt als unheilbar. Nicht nur Rindfleisch, sondern auch Milch und Milchprodukte, ja sogar mit Gülle gedüngtes Gemüse könnten mit dem Bakterium kontaminiert sein. Ein Mediziner: »Wir müssen von der höchsten Gefährdungsstufe ausgehen«.




 



»Größte Gefahr für die Menschheit«

Schätzungsweise 170.000 Menschen leiden bereits heute in Deutschland an Morbus Crohn. Die Beschwerden reichen von schmerzhaften Darmkrämpfen und Durchfall bis hin zu Darmblutungen.

Noch streiten sich zwar die Gelehrten, ob das Rinder-Bakterium, das übrigens auch in Schafen, Ziegen, Wild und anderen Tieren vorkommt, für Morbus-Crohn verantwortlich ist. Für den Gießener Gastroenterologen Professor Hans-Ulrich Klör ist dieser Streit unnötig und der Zusammenhang augenscheinlich: Die Hinweise, dass beide Krankheiten miteinander zu tun haben könnten, seien »sehr stark«. Auch die Landestierärztekammer Rheinland-Pfalz erklärte, die Datenlage für einen Zusammenhang zwischen MAP (Mycobacterium paratuberculosis) beim Tier und Morbus Crohn beim Menschen seien »erdrückend«.

»Datenlage erdrückend«

Studien aus England und aus anderen Ländern bestätigen den Verdacht. Und es gibt inzwischen Beweise, dass die Rinderseuche auf den Menschen überspringt. Bei vielen Morbus-Crohn-Patienten wurden bereits MAP-Erreger aus Blutzellen, Darmgeschwüren oder der entzündeten Darmwand isoliert. Bereits im Jahre 2000 hat ein Wissenschaftler aus Orlando in einer Fachzeitschrift berichtet, er habe MAP in der Muttermilch von an Morbus Crohn erkrankten Frauen nachgewiesen - das berichtet die Landestierärztekammer in einer Pressemitteilung. Landes- und Länderministerien würden die Brisanz der Entwicklung nicht erkennen oder hielten sich aus unbekannter Veranlassung zurück, so die Landestierärztekammer.

10 - 15% der Milchviehherden betroffen

Warum hält man sich so zurück? Man möchte wohl nicht, dass der Fleisch-, Milch- und Käsekonsum erneut zusammenbricht, wie beim BSE-Skandal. Bereits jetzt hört man beschwichtigende Stimmen, pasteurisierte Milch sei unbedenklich. Oder: Man esse ja das Muskelfleisch und nicht die Magenwand. Was dabei verdrängt wird: Das Bakterium ist sehr hitzestabil. In Großbritannien fand man das MAP bereits in pasteurisierter Milch aus dem Handel. Experten schätzen, dass in Deutschland 10-15% der Milchviehherden betroffen sein könnten. In Hessen soll sogar jede fünfte Kuh infiziert sein.
Die Testverfahren sind sehr schwierig und erst beim Rind ab dem dritten Lebensjahr möglich. Darum werden Schlachtrinder in der Regel gar nicht erst auf MAP-Erreger untersucht. Zudem kann der Zeitraum zwischen Infektion und Ausbruch Jahre betragen. Inzwischen wäre das Fleisch bereits auf den Tellern gelandet.

Die einzige Prophylaxe: Kein Fleisch und am besten auch keine Milchprodukte konsumieren!
Doch weil die Gülle der Rinder auf die Felder und auf die Äcker gebracht wird und auf diese Weise nicht nur auf den Getreide- und Gemüsefeldern, sondern auch im Grundwasser landet, sind selbst Vegetarier nicht zu 100% vor dieser Krankheit gefeit...

Schlimmer als BSE?

Hans-Ulrich Klör sieht die Situation kritisch: »Wir müssen von der höchsten Gefährdungsstufe ausgehen«, sagte der Gießener Professor für Magen- und Darmkrankheiten. »Dieses Problem könnte die Rinderseuche BSE übertreffen.« (FOCUS) Noch deutlicher als Klör wird sein britischer Kollege John Hermon-Taylor, der international als einer der führenden Morbus-Crohn-Forscher gilt. Taylor sagte zu BamS: »Der MAP-Keim ist weltweit eine der größten Gefahren für die Gesundheit - leider haben viele Regierungen wie in Großbritannien und Deutschland bisher kaum darauf reagiert.«

Macht der Verbraucher

Reagieren könnte aber der Konsument - indem er die tierverachtende Fleischindustrie nicht mehr unterstützt. Und wer sicher gehen will, kauft Gemüse, Obst und Brot aus dem so genannten veganen oder Friedfertigen Landbau (z.B. http://www.LebeGesund.com): Hier kommen garantiert keine Fäkalien auf die Felder. Auch hat sich dieser Landbau weit höhere Standards gesetzt als der übliche »Öko«-Landbau, bei dem Gülle, Blut- und Fleischmehl und viel Unappetitliches mehr auf die Felder darf.

Der Widerstand der Konsumenten könnte sehr viel bewegen - denn nur wo eine Kunden-Nachfrage besteht, kann natur-, tier- und letztendlich menschenfeindlich produziert werden. Wir haben es in der Hand ...



Gesundheitsgefahr: Radioaktiv verseuchtes Fleisch

Perverse Jagd auf Wildschweine

Obwohl in gewissen Gegenden 9 von 10 Wildschweinen immer noch wegen zu starker Tschernobyl-Strahlenbelastung mit Cäsium 137 als Sondermüll entsorgt werden müssen, machen die Jäger weiterhin Jagd auf die intelligenten Tiere.

14 Jahre nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl sind auch in Deutschland noch Folgen der Atomkatastrophe festzustellen. Vor allem Pilze und die Wildscheine sind mit dem radioaktiven Cäsium 137 stark belastet. Maronenröhrlinge sollten in Südbayern z.B. nicht verzehrt werden.

Strahlendes Fleisch: Wildschweine zu 90% verseucht

Auch die Wildschweine, die z.B. die Maronenröhrlinge auf ihrem Speisezettel haben, sind in gewissen Gegenden bis zu 90% (!) belastet, so dass sie als Sondermüll entsorgt werden müssten. Die Frage ist allerdings: Geschieht dies auch wirklich - oder haben nichtsahnende Bürger zu Hause oder im Restaurant ein strahlendes Wildbret auf dem Teller?

Regierungsoberinspektor Manfred Hofmeister stellte den Jägern bei der Jahresversammlung der Jagdgenossenschaften im Landkreis Regen bezugnehmend auf die Strahlenbelastung durch den Reaktor-Unfall in Tschernobyl 1986 die Frage: »Wie sollen wir mit dieser Wildart künftig umgehen? Wollen wir eine Problemwildart hegen, nur um sie zu töten und dann zu entsorgen?« Das heißt im Klartext: Erst werden riesige Futtermengen in den Wald gekarrt (»Hege«), damit die Jäger ordentlich was vor die Flinte bekommen, dann werden die toten Körper weggeschmissen.

Pure Lust am Töten

Es drängt sich die Frage auf: Warum werden Wildschweine überhaupt noch geschossen?
Offensichtlich nur um des Jagdtriebes der Jäger willen - aus purer Lust am Töten. Und geschossen wird auf alles: Auf die neugeborenen gestreiften Frischlinge, auf einjährige Jungtiere, auf Elterntiere - sogar schwangere Bachen werden kaltblütig erlegt, obwohl das bereits seit 1. Februar streng verboten ist (Schonzeit).

Wie sagte doch bereits der 1. Präsident der Bundesrepublik, Prof. Dr. Theodor Heuss, treffend: »Jagd ist nur eine feige Umschreibung für besonders feigen Mord am chancenlosen Mitgeschöpf. Jagd ist eine Nebenform menschlicher Geisteskrankheit.«

Dennoch leistet sich Deutschland immer noch ein völlig veraltetes Jagdgesetz, das in seinen Grundzügen auf das Reichsjagdgesetz von 1934 unter Reichsjägermeister Göring zurückgeht. - Wie lange noch?


Treibjagd - Massaker an Tieren

 



Jägerpräsident Vocke und das Geld...

»Nebentätigkeit« als Abgeordneter und Zahlung an Journalisten

Die Finanzskandale um den bayerischen Jägerpräsidenten Vocke, der gleichzeitig ein Mandat als Landtagsabgeordneter hat, scheinen kein Ende zu nehmen:

Diesmal sind es Geldzahlungen an einen Journalisten. Nach Zeitungsberichten soll Jägerpräsident Vocke rund 15.000 Euro für eine für ihn günstige Berichterstattung überwiesen haben (Main Post, 19.4.05).
Bereits Ende Januar 2005 hatte der Fall des Jägerpräsidenten Vocke die Gemüter bewegt und den Volkszorn gegen die üppigen »Nebenverdienste« von Abgeordneten weiter geschürt: Zusätzlich zu seiner Abgeordneten-»Diät« von gut 6.000 Euro bekommt Vocke für sein »Ehrenamt« als Jägerpräsident monatlich gut 3.100 Euro. Der Münchner Merkur (19.4.05) sieht auch Vockes private Nutzung seines Dienstwagens weiterhin im Zwielicht.

Der Fall Vocke macht deutlich, wie verfilzt Jagd und Politik mitunter sind. Die SPD-Landtagsfraktion hat eine mündliche Anfrage gestellt, weil sich der Bayerische Landesjagdverband zum Teil aus öffentlichen Geldern finanziert.



 



Überflüssige Kirchen stehen zum Verkauf

Immer mehr Menschen wird es klar: Gott wohnt nicht in Steinhäusern

Die Evangelische Kirche in Deutschland wird sich von etwa der Hälfte ihrer 20.000 Kirchen trennen. Offenbar rechnen die Lutheraner mit einer weiteren Zunahme der jetzt schon dramatischen Kirchenaustrittszahlen.

Oberkirchenrat Gerhard Eibach sagte dem Bielefelder »Westfalenblatt«, die Finanzkraft werde sich in den kommenden 20 Jahren halbieren. In Ostdeutschland könne die Quote der überflüssigen Gotteshäuser sogar weit über 50% liegen.

Grund: Immer mehr Menschen treten aus der Kirche aus und nur noch 7% der Kirchenmitglieder lassen sich im Sonntagsgottesdienst blicken. »Der Verlust an Bedeutung für das gesellschaftliche und politische Leben hat für die kirchlichen Gemeinden im Land mittlerweile dramatische Züge angenommen«, schrieb der Stuttgarter Stadtanzeiger (6/2005)

Hamburg: Essen gehen statt Predigt

Beispiel Hamburg: Die Kapernaumkirche in Horn wird zur Kindertagesstätte. In Volksdorf sind die St.-Johannes-Kirche und das Gemeindezentrum abgerissen worden, dort entstehen jetzt 42 Wohnungen für Familien, Kindertagesstätte inklusive. In der Stephanus-Kirche will Fernsehkoch Tim Mälzer ein Gourmet-Restaurant eröffnen. Ende März hat Bischöfin Maria Jepsen die Kirche bereits »entwidmet«: »Es ist jetzt ein profaner Raum«, sagte sie.

Auch katholische Kirchen werden verkauft: Nachdem immer weniger in die Kirche kamen, soll z.B. die katholische Kirche in Plaue/Thüringen verkauft werden. Die Kirche befinde sich in exzellenter Lage, schwärmt Pfarrer Teichert. Sie könnte als Kunsthalle genutzt werden.

Katholische Kirche in Berlin reduziert bis 2008 um 25%

Auch das Erzbistum Berlin trennt sich von weiteren Kirchen, Kapellen und Immobilien. Die »pastoral genutzten Flächen« im Erzbistum sollen bis 2008 insgesamt um 25 Prozent reduziert werden. Das sind rund 50 000 der 200 000 Quadratmeter Kirchenflächen.
Das Phänomen ist auch außerhalb Deutschlands zu beobachten: In den USA müssen Kirchen verkauft werden, um die hohen Entschädigungssummen an die Opfer von Kindsmissbrauch durch Priester zu berappen.

Jesus hat bekanntlich nichts davon gesagt, dass man Gott in Steinhäusern anbeten soll. Er sagte: »Gott wohnt inwendig in euch!« Und schon Johannes von Patmos hat in der Bibel (Apokalypse) empfohlen: »Gehet aus von ihr, mein Volk, damit ihr nicht teilhaftig werdet ihrer Sünden und empfanget von ihren Plagen...«





Die Bibel: Das Buch zum Töten

Das oberste Gericht in Colorado/USA hat das Todesurteil gegen einen Mörder aufgehoben. Grund: Die Geschworenen hatten bei der Strafbemessung die Bibel zu Rate gezogen. (Bild online, 29.3.05)

Nun finden sich in der Bibel neben der Aufforderung, untreue Ehefrauen, Homosexuelle und ungehorsame Kinder zu steinigen auch Aufforderungen zum Völkermord.
Die Kirche bezeichnet die Bibel immer noch als Wort Gottes. Von Kirchenaussteigern dagegen wurde die Forderung laut, die Bibel auf den Index jugendgefährdender Schriften zu setzen.


... Das Gegenteil von Pazifismus: Soll wieder Mord und Totschlag wie im Alten Testament herrschen?


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