Lisa ist 3 Jahre alt. Ein Affenkleinkind.
Sie wurde im Urwald geboren. Entführer haben sie eingefangen und an ein Tierversuchslabor verkauft.

Lisa lebt von nun an hinter Gittern. Ihre Mutter, ihr Vater und ihre Geschwister konnten fliehen. Sie ist ganz allein. Neben ihrem Käfig steht ein Käfig mit Ratten. Sie ist einsam und weint, weil sie zu ihren Eltern und Geschwistern möchte. Nach einigen Tagen bekommt sie von Wissenschaftlern giftige Substanzen ins Essen gemischt, die Krebs erzeugen. Nach einigen Wochen hat es geklappt: in Lisas Darm ist ein Krebsgeschwür entstanden. Die Wissenschaftler freuen sich: Endlich können sie die neue Chemotherapie testen...

 



Lisa bekommt nun alle zwei Tage Infusionen, die die Wissenschaftler nur mit Schutzkleidung anfassen. Lisa muss sich ständig übergeben. Ihre Haare fallen aus. Die Mundschleimhaut ist offen, jeder Schluck Wasser schmerzt wie tausend Nadelstiche. Der Tumor wird zunächst etwas kleiner. Nach Beendigung des Versuchs wächst der Tumor weiter. Es bilden sich Metastasen. Lisa stirbt qualvoll an Darmverschluss und an den Folgen der Vergiftung durch die Chemotherapie. Würden solche Versuche an Menschenkindern durchgeführt, wäre das Entsetzen groß.

Lisas Schicksal ist kein Einzelfall

Jeden Tag sterben allein in Deutschland ca. 4.000-5.000 Tiere an den Folgen von Tierquälerei in Versuchslaboratorien. Weltweit werden jährlich ca. 300 Millionen Tiere in bestialischen Versuchen gequält und getötet. Dieser Massenmord geschieht angeblich zum Wohle der Menschheit.

Tierversuche sind grausam, sinnlos und teuer.

Warum werden sie dennoch durchgeführt? Wie immer geht es um viel Geld und Ruhm. Es kassieren ab: die Tierzüchter, die Tierhändler, die Futterlieferanten, Hersteller von Käfigen und Zubehör, Wissenschaftler, Institute und vor allem die Pharmaindustrie. Wissenschaftler erlangen damit meist auch noch akademische Ehren. Der Pharmaindustrie dienen die Versuche zur Risikoabsicherung, d.h., sie können nicht mehr so schnell haftbar gemacht werden, wenn die Medikamente zuvor an Tieren getestet worden sind. Viele Medikamente müssen jedoch, obwohl sie im Tierversuch getestet wurden, wieder vom Markt genommen werden - weil sie beim Menschen z.T. sogar tödliche Nebenwirkungen hervorriefen.

Tödliche Nebenwirkungen

In der Broschüre »Tierversuche - Eine Herausforderung an unsere Gesellschaft« des Mediziners Dr. med. Walter Schmidt von Ärzte gegen Tierversuche ist zu lesen: »Eine Untersuchung des Klinikum Großhadern in München zeigt, dass 61 % aller Missgeburten, 88% aller Totgeburten 6% aller Krankheiten mit Todesfolge und 25% ALLER Krankheiten auf Arzneimittel zurückzuführen sind.«
Daraus müsste jeder logisch denkende Mensch folgern, dass Tiere keine geeigneten Modelle sind, um das Risiko von Medikamenten abschätzen zu können. Die bekanntesten Beispiele sind die Medikamente Contergan und Roaccutane und in jüngster Zeit Lipobay und Vioxx. Verschiedene Menschen reagieren unterschiedlich auf bestimmte Medikamente. Umsomehr reagieren Tiere und Menschen unterschiedlich auf Medikamente. Es gibt genug Beispiele für giftige Substanzen, die bei Menschen toxisch wirken, aber für Tiere ungefährlich sind - oder andersrum. Arsen z.B. ist für den Menschen in kleinsten Mengen tödlich, Schafe jedoch können davon größere Mengen unbeschadet verzehren. Ein Fliegenpilz ist für den Menschen hochgiftig, für Kaninchen ist er eine unbedenkliche Mahlzeit. Penicillin kann Meerschweinchen und andere Nager töten, ist für den Menschen jedoch relativ ungefährlich. Die Beispiele ließen sich endlos fortsetzen. Es gibt eine lange Liste von Medikamenten, die für den Menschen lebensbedrohlich sind, jedoch harmlos beim Tier wirken.

Dabei ginge es auch anders!

Es ist bekannt, dass die tierversuchsfreie Forschung aussagekräftiger, zuverlässiger und billiger ist. Doch selbst wenn Tiere als Modell geeignet wären, so ist es immer noch eine Frage der Ethik: Darf man Lebewesen, die ebenso Schmerz und Leid empfinden wie wir, solche Qualen zufügen?

Gesünder leben

Tatsache ist, dass trotz der Vielzahl an Tierversuchen die Zahl der Zivilisationskrankheiten (Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall, Diabetes, Übergewicht...) stetig zunimmt. Würde man die Ursachen, wie z.B. Rauchen, Alkoholkonsum, falsche Ernährung, Stress, Bewegungsmangel usw. mit dem gleichen finanziellen Aufwand bekämpfen, wie man ihn für Tierversuche betreibt, so wäre die Menschheit um einiges gesünder. Letztendlich wird gequält, gefoltert und getötet für die Ego-Sucht von Menschen, die ihre Lebensweise nicht ändern wollen.



 



Was ist, wenn das Leid der Tiere auf uns Menschen zurückommt?

 



»Vom Tiermord zum Menschenmord ist nur ein Schritt und damit auch von der Tierquälerei zu Menschenquälerei.«
Tolstoi


Was kann jeder einzelne gegen Tierversuche tun?

- Wir können uns informieren, welche Produkte (Kosmetika, Putz- und Waschmittel) an Tieren getestet wurden und diese dann nicht mehr kaufen.

- Wir können Firmen und Pharmakonzerne anschreiben, von denen wir wissen, dass sie Tierversuche durchführen und ihnen sagen, was wir davon halten.

- Wir können die Politiker anschreiben und ein Verbot von Tierversuchen fordern.

- Wir können uns erkundigen, wo es Demonstrationen und Informationsveranstaltungen gegen Tierversuche gibt - und mitmachen!

- Tun wir nichts gegen dieses Leid, so sind wir letztlich dafür mitverantwortlich.

 



Tierversuche: Die Schuld der Kirche

Die Lehre der Kirche ist seit über 1500 Jahren Tier-verachtend. Bis heute wird den Tieren die Seele abgesprochen.

So heißt es im Katechismus der Katholischen Kirche von 1993, der unter dem Vorsitz von Kardinal Ratzinger - heute Papst Benedikt VXI. - zusammengestellt wurde:

2417 Gott hat die Tiere unter die Herrschaft des Menschen gestellt, den er nach seinem Bilde geschaffen hat. (...) Medizinische und wissenschaftliche Tierversuche sind sittlich zulässig ...

2293 In der wissenschaftlichen Grundlagenforschung und in der angewandten Forschung kommt die Herrschaft des Menschen über die Schöpfung deutlich zum Ausdruck.
Unschuldige Wesen werden geopfert, weil sie angeblich dazu geschaffen wurden, unter unserer Herrschaft zu stehen. Woher kommt diese lebensverachtende Einstellung zum Tierreich? Thomas von Aquin (1225- 1274), ein »großer« Kirchenlehrer und »Heiliger« lehrte, dass die Tiere keine Seele haben - Frauen übrigens auch nicht.

Mit Gott oder Christus hat das nichts zu tun. Jesus liebte die Tiere. Die Tierhändler trieb er aus dem Tempel. Jesus, seine Jünger und die Urchristen waren Vegetarier. Gott sagte in den Zehn Geboten: »Du sollst nicht töten«. Und das ohne Einschränkung - denn sonst hätte Gott doch gesagt: »Du sollst keine Menschen töten.«


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Die Gier nach Geld
Prost Mahlzeit! Geflügelpest und BSE-Tod