Wer richtet die Welt zugrunde?

In früheren Jahrzehnten und Jahrhunderten gab es oft angeregte Diskussionen über Weltuntergangs-Theorien. Diese Theorien sind inzwischen ziemlich verstummt, wahrscheinlich, weil jeder selbst aus den Nachrichten ersehen kann, wie sich die Naturkatastrophen jedes Jahr verdoppeln. Die Frage ist also weniger »Ob« als »Wann?« - und vor allem: »Warum?« die Naturkatastrophen unserer Zivilisation den Garaus machen.

Als ich letzten Dezember zu meiner schon etwas betagten Nachbarin sagte, dass es 2005 in den USA so viele Wirbelstürme gegeben hatte, dass das Alphabet nicht mehr ausreichte, um allen einen Namen zu geben und jetzt schon auf griechische Buchstaben ausgewichen würde, sagte sie schlicht: »Es muss so kommen, die Menschen sind so bös', machen die Natur kaputt und sind so unglaublich gemein zu den Tieren.« - So kurz und schlicht diese Aussage ist, sie sagt mehr aus, als das Studium vieler dicker wissenschaftlicher Bücher über das Ozonloch und die Erderwärmung.

Prophet Henoch:
»Er wird die Menschen richten, der Seelen der Tiere wegen«

Kann der Frevel der Menschen an den Tieren und an der Natur tatsächlich diese verheerenden Naturkatastrophen auslösen? Ein Leser hat uns kürzlich ein Zitat des alttestamentarischen Propheten Henoch zugesandt, welches diese Theorie zielsicher untermauern würde: »Er wird die Menschen richten, der Seelen der Tiere wegen«.1 Meist ist in alten Schriften vom »Zorn Gottes« oder dem »Gericht Gottes« die Rede. Aus dem Kontext ist meist ersichtlich, dass immer der Mensch die Ursache für sein Unglück gelegt hat und dass die »Stimme Gottes« lediglich darauf aufmerksam macht und vor den Folgen warnt. So ist auch die Aussage des Propheten Hosea zu verstehen (8,13): »Ihr Opferschlachten und Fleischfressen ist mir ein Gräuel, und der Herr hat kein Gefallen daran, sondern wird ihrer Missetaten gedenken und sie für ihre Missetaten heimsuchen.« Die Menschen werden also wegen ihres »Fleischfressens« heimgesucht. Klare Worte. Doch auch hier ist es nicht Gott, der straft, sondern die Menschen ernten lediglich die Wirkungen ihrer selbst gelegten Ursachen. Sie sind übrigens, wie es scheint, bereits schon vor 3.500 Jahren von Gammelfleisch krank geworden, wie das folgende apokryphe Zitat zeigt: »...wie eure Vorväter, die nach Fleisch verlangten ... und sie aßen es in ihrer Verderbtheit, bis es in ihren Nasen stank. Von der Seuche fielen Tausende, und ihre Leichname lagen in der Wüste.« (Kap. 31, 1-3).4
Die Wirkungen menschlichen Fehlverhaltens sind nicht nur metaphysischer Natur, sie sind auch unmittelbar sichtbar, wie z.B. im Fall von Krankheiten. Auch globale Katastrophen sind als unmittelbare Wirkungen menschlichen Fehlverhaltens leicht nachzuvollziehen: 90% der Zerstörung des tropischen Regenwaldes z.B. werden für die Massentierhaltung gerodet, was wieder unmittelbaren Einfluss auf den Klimawandel und auch auf das vermehrte Auftreten von Hurrikans hat. Auch Hungersnöte sind meist hausgemacht: 80% der landwirtschaftlichen Fläche der Erde werden durch die Viehzüchter beansprucht. 20 Milliarden »Nutztiere« verzehren 49% der jährlichen weltweiten Getreideernte und 90% der jährlichen Sojabohnenwelternte. 60% der Futtermittel für die Tiermast werden aus der 3. Welt importiert - dort hungern dafür die Menschen. Solche unsinnigen Beispiele von Ursache und Wirkung lassen sich endlos fortführen.

Prophet Habakuk:
»Dich erdrückt dein Verbrechen gegen den Libanon-Wald und die Vernichtung des Großwildes lastet auf dir«

Immer wieder warnte die so genannte »Stimme Gottes« durch Propheten vor den Auswirkungen von Natur- und Tierschändungen. Der Prophet Habakuk warnte auch vor Waldrodung und Jagd: »Dich erdrückt dein Verbrechen gegen den Libanon Wald und die Vernichtung des Großwildes lastet auf dir« (2,17).
Bereits Tertullian, der älteste lateinische Kirchenschriftsteller, bezeichnete Fleischesser als »Leiber ohne Seele«, während er die Vegetarier als die »wahren Christen« bezeichnete. Diese Sicht der Dinge ist aber nicht nur auf das Abendland beschränkt. In Indien ist es kein Geheimnis, dass Fleischverzehr ein »Verbrechen« ist, das nicht »zu einer himmlischen Existenz verhilft« (Manusmrti 5.53)⊃2; und sogar Auswirkungen auf folgende Leben haben kann. Auch Buddha warnte seine Jünger eindringlich vor dem Fleischgenuss und vor allem vor den Priestern, die seine Worte verdrehen werden: »Nach meinem Hinscheiden werden überall verschiedenartige Geistwesen auftreten, die die Menschen in die Irre führen, indem sie lehren, dass man Fleisch essen dürfe und dennoch zur Erleuchtung gelangen könne« (Surangama-sutra).2

Buddha:
»Dennoch ist Fleischessen in jeder Form, unter allen Umständen und überall verboten...«

»Dennoch ist Fleischessen in jeder Form, unter allen Umständen und überall verboten - ohne Ausnahmen und ein für allemal ... Das Verzehren von Fleisch habe ich niemandem erlaubt, erlaube ich niemandem und werde es auch fortan niemandem erlauben« (Lankavatra-sutra).3
Doch wer nimmt diese Worte noch ernst? Heute wird sogar in buddhistischen Klöstern Fleisch gegessen... Berühmt und eindrücklich sind auch die indianischen Warnungen und Weissagungen an die Menschheit.
Eindringliche Warnungen gab es also in allen Kulturkreisen zu allen Zeiten. Im Christentum wurde jedoch viel an den Schriften herummanipuliert. So sind die Warnungen vor Verbrechen an den Tieren und der Natur nur noch in apokryphen Schriften zu finden. Gideon Jasper Richard Ouseley veröffentlichte 1901 ein bemerkenswertes Evangelium mit dem Titel: »The Gospel of The Holy Twelve«.4 Im Vorwort schrieb er zum Ursprung der Schrift: »Dieses Evangelium christlicher Inspiration ist eines der ältesten und vollständigsten frühchristlichen Fragmente«.

Jesus von Nazareth:
»Wenn ihr nicht aufhören werdet, Fleisch zu verzehren…«

Interessant ist übrigens, dass auch Hieronymus, der bekanntlich die vier Evangelien des NT im Auftrag des Papstes zusammenstellte, mehrmals ein Evangelium diesen Namens in seinen Briefen erwähnt. Er übersetzte es, in die Bibel aufnehmen durfte er es aber offensichtlich nicht. In diesem „Evangelium der Zwölf“ sind viele wunderbare Stellen zur Tierliebe Jesu zu lesen, die dem heutigen Bibelleser vorenthalten bleiben. Aber auch die eindringliche Warnung vor dem Fleischgenuss und seinen Folgen sind beschrieben. So lesen wir bei Ouseley die Worte Jesu: »Ich Bin gekommen, die Opfer und die Blutfeste abzuschaffen. Wenn ihr nicht aufhören werdet, Fleisch und Blut der Tiere zu opfern und zu verzehren, so wird der Zorn Gottes nicht aufhören, über euch zu kommen; ebenso wie er über eure Vorfahren in der Wüste gekommen ist, die dem Fleischgenusse frönten und von Fäulnis erfüllt und von Seuchen aufgezehrt wurden« (Kap. 21, 8).4 Hier kann man aus dem Text klar erfahren, was mit »Zorn Gottes« gemeint ist. Gott warnt die Menschen, dass sie wegen ihrer Essgewohnheiten an Seuchen erkranken und sterben werden - wenn sie mit ihrer barbarischen Fleischesserei nicht aufhören!

Aktuelle Offenbarung:
»Hört auf, eure Mitgeschöpfe, die eure Tiergeschwister sind, zu verzehren!«

Diesen klaren Warnungen ist nichts mehr hinzuzufügen. Oder doch? Viele Menschen glauben, dass es heute keine Propheten mehr gibt. Urchristen sind da anderer Meinung. Im Internet kann man eine dramatische Prophezeiung aus unseren Tagen (27.2. 2001) lesen, die wohl die letzten Zweifel betreffend eines Zusammenhanges von Tierschändung und Naturkatastrophen ausräumen könnte (Auszug):5
»Hört auf, eure Mitgeschöpfe, die eure Tiergeschwister sind, zu verzehren!
Hört auf, sie zu quälen durch Tierversuche und durch Freiheitsentzug, indem ihr sie in Ställen haltet, die tierunwürdig sind! Tiere lieben die Freiheit, ebenso wie ihr, die Menschen. Hört auf, Kleinsttiere, das Bodenleben, zu töten durch künstliche Düngemittel, auch durch Exkremente und dergleichen!
Hört auf, Wälder abzuholzen, abzubrennen und den Tieren in Wald und Flur den Lebensraum zu nehmen. Gebt ihnen ihren Lebensraum, Wälder, Felder und Wiesen zurück; anderenfalls wird euer Schicksal, das ihr euch selbst auferlegt habt, euer Haus und Hof und eure Ernährungsquellen wegnehmen durch weltweite Katastrophen, die ihr selbst geschaffen habt durch euer Verhalten gegen das Leben, gegen die Reiche der Natur, einschließlich der Tiere.
Sollten die Menschen Meine Worte abermals dem Wind übergeben, dann wird für sie der Sturm, das weltweite Schicksal, einsetzen und die Menschen zu Hunderttausenden hinwegraffen - zum einen durch weltweite Katastrophen, zum anderen durch Krankheiten, die ähnlich wie Seuchen über sie hereinbrechen und die sie durch ihre Abkehr von jeglicher geistigen Ethik und Moral den Tieren auferlegt haben, die sie derzeit zu Tausenden verbrennen. Wer nicht umkehrt, dem wird es ähnlich ergehen.«

Was also sind die Hintergründe vieler Katastrophen? Wird das Leid, das der Mensch den Tieren und der Natur antut, immer schneller zum Bumerang ganz nach dem Satz, den man in allen Heiligen Schriften findet: »Was der Mensch sät, wird er ernten«?



Quellen:
1) Das slavische Henochbuch, Gütersloher Verlagshaus, Seite 984
2) + 3) Die Priester - die Tiermörder, Brennglas Verlag Kreutzwertheim, S. 17 und 31 4) Das Evangelium des vollkommenen Lebens, Humata Verlag, Bad Homburg
5) www.denk-mit.info (Nr. 11)








 



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