|
 |
 |
 |
 |
 |
|
 |
|
 |
Hat der Bär Bruno sterben müssen, damit die Menschen erkennen, wie all die anderen Tiere - Bruno der Hase, Bruno das Reh, Bruno der Fuchs, Bruno das Wildschwein - abgeknallt und hingemetzelt werden, um der Lust der Tiermörder genüge zu tun? |
|
 |
 |
|
 |
|
Tiere sind solange erwünscht und geduldet, wie sie den Menschen erfreuen und seine Streicheleinheiten geduldig über sich ergehen lassen. Nimmt sich ein Tier etwas aus der Natur ohne die Erlaubnis des Menschen, dann heißt es: »Fuchs, Du hast die Gans gestohlen, gib sie wieder her - sonst wird Dich der Jäger holen mit dem Schießgewehr!« - und fröhlich und völlig unbedarft singen bereits die Schulkinder dieses Lied.
Bei Braunbär Bruno, übrigens einem Jungtier von zwei Jahren, also im eigentlichen Sinne noch einem Tier-Baby, wurden alle Heimlichkeiten abgelegt, denn hier handelte es sich nun um eine Staatsaffäre erster Priorität: Zwischen Österreich und Deutschland liefen die Drähte heiß, man forderte Experten aus dem hohen Norden an, die dann kläglich versagten, weil das Tier siebenmal schlauer war, und schließlich war die Gefahr angeblich so groß, dass man Bär »Bruno« zum Abschuss freigeben musste. Politiker aller Couleur, vor allem und bezeichnenderweise wieder einmal jene mit dem großen »C« im Parteinamen machten sich für die radikale Lösung des Problems stark, indem sie aufforderten, »Bruno« zu erschießen. Kurz: Todesstrafe - und keine Hoffnung auf Begnadigung. Angeklagt und ohne Prozess auf Verdacht abgeurteilt wegen unerwünschter Zutraulichkeit und möglicherweise gefährlicher Annäherung an Menschensiedlungen, und außerdem wegen des Reißens von einigen Schafen. Dabei hätte Brunos Verteidigung anbringen müssen, dass sich Bruno bei Begegnungen mit Menschen stets von diesen entfernt hat und dass die Zahl der von Bruno gerissenen Schafe in keinem Verhältnis zu jener Anzahl Schafen steht, die die Menschen zu ihrem reinen Gaumengenuss schlachten. Feriengäste haben sich über das sinnlose und brutale Vorgehen der Bärenjäger empört und folgerichtig ihren Urlaub in der Ferienregion um den Schliersee, wo Bruno erlegt wurde, abgesagt. Der Italienische Umweltminister Scanio hat in Brüssel formale Beschwerde erhoben, denn - wie es sich herausstellte - gehörte Bruno zu einem von der EU finanzierten Projekt zur Wiedereingliederung von Bären in ihr natürliches Lebensumfeld mit dem Namen »Life Ursus«.
Ein Symbol für alle Tiere
Aber was hier vor aller Augen und in aller Öffentlichkeit mit Bruno geschehen ist, bleibt leider kein Einzelfall. Millionen Wildtiere werden auf diese brutale und vor dem Leben respektlose Art jedes Jahr in Feld und Wald umgebracht. Und keiner storniert seinen Ferienaufenthalt. Keiner ruft in Brüssel an und keiner verlangt, wie Minister Scanio, die umgehende Auslieferung des Kadavers!
Jesus von Nazareth hat unmissverständliche Worte gesprochen und Seine Lehre geht weit über das Nicht-Töten hinaus, nämlich zur großen umfassenden Liebe zu Mensch, Natur und Tieren, die Er Seine Jünger und alle Menschen lehren wollte: »Was ´du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem anderen zu« und: »Was Ihr dem Geringsten antut, das habt ihr Mir getan…«
Jesus lehrte uns das Nicht-Töten und die Liebe zu den Tieren
Wie kann also ein Politiker, der das »C« in seinem Parteinamen trägt, eine solche radikale und brutale Haltung einnehmen, da er doch wissen muss, dass er damit Menschen und den Ausgang einer Situation beeinflusst? Es ist die wissentliche Missachtung des großen Geistes von Ethik und Moral, der uns die Einheit mit und die Gerechtigkeit gegenüber allem Leben lehrt. Und die vermeintlichen Vertreter dieses großen Geistes von Ethik und Moral, unsere Kirchen, erheben nicht einmal den Finger, ermahnen nicht zur Friedfertigkeit - oh nein, sie segnen die Kadaver der von Jägern erlegten Tiere und feiern mit ihnen die erfolgreiche Jagd in einer Hubertusmesse. Doch die von uns allen stillschweigende Billigung des blutrünstigen Verhaltens der Jäger in Feld und Wald und das Ducken vor den machthungrigen Politikern - sie hat dazu geführt, dass wir uns an dieses maßlose Vergehen an der Natur gewöhnt haben, ja sogar glauben, dass es so sein müsse. Und das ist dann schon der nächste Schritt ins Verderben, denn wie Leo Tolstoi sagt ist es nur ein Schritt vom Tiermord zum Menschenmord - und solange es Schlachthäuser gibt, wird es auch Schlachtfelder geben! Denn diejenigen, die uns weismachen, dass der Bär getötet werden muss (der Abschussbefehl wurde ja von Politikern gegeben!), werden uns auch erklären, warum wir in den Krieg ziehen müssen und warum wir unsere Brüder töten müssen.
All dies steht in krassem Gegensatz zur Ethik und Moral des Jesus von Nazareth. Liebe Leserinnen und Leser, wenn wir nicht alle beginnen, JETZT, HEUTE, SOFORT diese Lehre der hohen Ethik und Moral des Jesus von Nazareth vorbehaltlos umzusetzen und die Zuwiderhandlungen in der Öffentlichkeit anzuprangern, dann wird alles so weitergehen, wie bisher, d.h. der Weg in die Zerstörung der Natur, in die Verrohung der Menschheit, eben der Weg ins Verderben nimmt weiter seinen Lauf. Die Tiere und die Natur brauchen unsere Stimme und wir brauchen den Mut, endlich einmal Nägel mit Köpfen zu machen.
Niemand verlangt, dass wir über Nacht vollkommen sind, dass wir über Nacht alle unsere zwischenmenschlichen Konflikte lösen oder dass wir über Nacht zum Vegetarier werden. Aber wir können jetzt beginnen, jeder einzelne von uns, unserem Leben eine neue Richtung zu geben - und dies wird die Welt verändern. Die Tiere brauchen unsere Stimme und sie haben keine Zeit mehr. Die Mutter Erde liegt im Todeskampf und die Uhr ist bald abgelaufen. Worauf warten wir also?
Die Menschheit hat 10 Jahre gebraucht um in das Weltall vorzudringen und dafür Milliarden ausgegeben; wir haben in jüngster Zeit in diesem Land die ganze Welt zu Gast geladen und ebenfalls Milliarden dafür ausgegeben - und all dies ist nur deshalb gelungen, weil viele Menschen es von ganzem Herzen wollten.
Wenn wir es wirklich wollen, gibt es in zehn Jahren auf diesem Planeten keine Jagd mehr, Tiere werden nicht mehr geschlachtet, Menschen kommen nicht mehr in Kriegen ums Leben und Armut ist nur noch ein Wort. Wenn es uns gelingt, durch unser persönliches ethisch moralisches Verhalten an Glaubwürdigkeit zu gewinnen, weil wir in schwierigen Situationen mit gutem Beispiel vorangehen, dann wird unsere Stimme für die Tiere und die Natur gehört werden, zunächst im kleinen, dann im größeren Kreise und dann wird Brunos Tod nicht als eine Begebenheit von vielen vergessen werden. Setzen wir Zeichen! Lassen wir vom Fleischkonsum ab, sprechen wir über den Vegetarismus mit anderen Menschen und prangern wir die schäbige Jagd an - im Freundeskreis, bei Berufskollegen, im Rotarier- oder Lions-Club, bei Vorträgen und Demos - eben wo immer wir gehört werden können. Als 1968 amerikanische Mütter mit Transparenten auf die Straße gingen, weil Tausende ihrer Jungen in Vietnam auf brutalste Weise ihr Leben verloren, musste die Amerikanische Regierung erkennen, dass es Zeit war, den Krieg zu beenden. Wenn wir mit Transparenten auf die Straße gehen, weil 45 Milliarden Tiere weltweit jedes Jahr brutal ermordet werden, dann wird sich schließlich die Regierung ebenfalls dazu entschließen müssen, dem Frevel ein Ende zu setzen. Der Braunbär Bruno und alle seine Mitleidensgenossen dürfen in unseren Herzen und bei der Bevölkerung niemals in Vergessenheit geraten!
|
 |
 |
|
 |
|
 |
Mahnwache in München vor der Staatskanzlei von Ministerpräsident Stoiber |
|
 |
 |
|
 |
|
|
 |
 |
|
 |
|
|
 |
 |
|
 |
|
Ministerpräsident Stoiber erklärte das Tierbaby Bruno zum »Problembären«, sein Minister Schnappauf gab ihn zum Abschuss frei - obwohl Bären unter strengstem Artenschuss stehen und obwohl Bruno niemandem etwas getan hatte...
|
 |
 |
|
 |
|
|
 |
 |
|
 |
|
|
 |
 |
|
Druckbare Version
|
|
Jacobs Rettung Bruno, der Bär: Ein Opferlamm!
|
|
 |