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Fleisch-Skandale: Prost Mahlzeit!
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Fleisch-Skandale ohne Ende:
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Verdorbene Fleischabfälle
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in die Mägen der Verbraucher entsorgt
»Abfall in der Wurst« titelte der SPIEGEL: Müll wird in den Mägen der Verbraucher entsorgt und uraltes verdorbenes Fleisch umetikettiert: »Dass es sich dabei nicht um Einzelfälle handelt, konnten die Verbraucher in den vergangenen Wochen miterleben. Verdorbenes Hackfleisch, stinkende Döner, schlieriges Roastbeef, angegammeltes Putenhack, Abfälle aus der Geflügelzucht - die Meldungen über das, was die Deutschen nichtsahnend Tag für Tag verspeisen, wurden immer ekliger.« (Quelle: SPIEGEL 48/2005)
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BSE durch Milch und Käse?
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»Nur im Hirn und Rückenmark« sitzen die gefährlichen Prionen, die beim Tier BSE und beim Menschen die tödlich endende Creutzfeld-Jakob-Krankheit auslösen kann. Das behaupteten so genannte Experten und wiegten den Verbraucher in Sicherheit. Neue Schlachtpraktiken, bei denen diese »Risikomaterialien« nicht mit dem übrigen »Schlachtkörper« in Berührung kommen (und die für die Tiere übrigens noch mehr Qualen bedeuteten), sollten das Fleisch »unbedenklich« machen.
Irgendwann wurden Prionen auch im Muskelfleisch von infizierten Tieren gefunden. Der Münchner Neuropathologe Prof. Hans Kretschmar wies bereits im Januar 2005 darauf hin, dass in jedem Stück Rindfleisch die Gefahr lauern kann. Nun wurden auch in den Milchdrüsen kranker Kühe Prionen entdeckt. Ob diese Eiweißbausteine auch in der Milch zu finden sind, wollen die Forscher noch nicht eindeutig festgestellt haben... Muss man fürchten, durch den Verzehr von Milch, Joghurt oder Käse ein löchriges Gehirn zu bekommen? Bezeichnend ist, dass sich bei der Creutzfeld-Jakob-Krankheit das Hirn der Erkrankten nach und nach zersetzt. Doch wieviel Hirn besitzt eigentlich eine Gesellschaft die Tiere allein für die Gaumenlust tötet, obwohl sie weiß, dass diese Geschöpfe Schmerzen leiden wie wir Menschen und dass sie rein genetisch betrachtet bis zu 98 % mit uns Menschen identisch sind? Fleischkonsum und Hirnschäden hängen eng zusammen - mit oder ohne BSE!
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Unappetitliche Chronik
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Anfang 2005 wurde erstmals bekannt, dass im Handelskonzern REWE Fleischwaren, deren Verfallsdatum abgelaufen war, einfach umverpackt und wieder verkauft wurde. Damals zeigten alle mit dem Finger auf die Übeltäter. Mittlerweile wird man das Gefühl nicht los: Dies ist die gängige Praxis im Umgang mit Fleisch und Wurstwaren!
Der Fleischskandal vom Oktober 2005 hat den Verbraucher gelehrt, dass man sich auf nichts verlassen kann - schon gar nicht, wenn es als Wurst, Hühnchen-Nuggets, Tiefkühl-Pizza oder Gelatine daher kommt. Darin können sich nämlich ungenießbare Fleischabfälle der Kategorie 3 verbergen. Durch Umetikettierung in einer fleischverarbeitenden Firma in Deggendorf gelangten sie in den menschlichen Nahrunskreislauf - und keiner hat’s gemerkt. Auch nicht die Lebensmittelbehörden. Denn wie im SPIEGEL 42/2005 zu lesen war, sind in vielen fleischverarbeitenden Firmen die Unterlagen derart mit Blut und Fleischresten beschmutzt und strömen einen »so ekelerregenden Geruch aus«, dass die Prüfer die Unterlagen gar nicht einsehen können. Ein Insider sagte aus, dass durch solche kriminelle Verbrauchertäuschung an die 70 % der Fleischabfälle wieder in den Supermärkten und Wursttheken landen. Doch bei dem Deggendorfer Fleischskandal sollte es nicht bleiben...
Anfang November waren bei einer Kontrolle im niedersächsischen Lastrup 7 von 20 Geflügelfleischproben eindeutig verdorben, bei 4 Proben war die Qualität »fraglich«. 20 Tonnen Geflügelfleisch wurden beschlagnahmt.
Und der nächste Skandal ließ nicht lange auf sich warten: Schon Ende November wurde bei der Fleischverarbeitungsfabrik Gelsenkirchen verdorbenes Fleisch sichergestellt. Auch hier wurde die Methode »neues Etikett für alte Ware« angewandt und das in Verwesung befindliche Fleisch gelangte bis auf die Abendbrottische ahnungsloser Bürger. 100.000 Tonnen sollen in den Umlauf gelangt sein!
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Der Ruf nach mehr Kontrollen und härteren Strafen wird mit jedem Skandal lauter. Doch bei so viel Etikettenschwindel nimmt der Verbraucher seine Sicherheit nun mehr und mehr selbst in die Hand: Bereits 40 % der 14-28jährigen sind mittlerweile Vegetarier oder essen fast nie Fleisch. Auf die Gesamtbevölkerung bezogen sagen 15 % der Befragten, dass sie fleischlos leben. Tendenz steigend.
Fakt ist: Es ist ein Unrecht, Abfälle umzudeklarieren. Es ist ein Unrecht, den Verbraucher zu belügen. Doch kann aus einem Kreislauf, der auf Unrecht basiert, auf dem Tod fühlender Mitgeschöpfe, überhaupt etwas anderes als Unrecht hervorgehen? Gefängnis, Folter, Tod - das wurde bisher in den Metzgereien und Wursttheken angeboten - nun kommt eben noch Betrug hinzu. »Menschen, esst kein Fleisch!«, hallt es mittlerweile von Demonstrationszügen durch Fußgängerzonen vieler großer Städte. Die Skandalchronik der letzten Monate und Jahre hat vielen Menschen die Augen geöffnet - und Konsequenzen ziehen lassen.
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»Menschen, esst kein Fleisch!«
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400 Tierfreunde demonstrierten am 19.11.2005 in Stuttgart
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Schon 15 % Vegetarier!
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Die aktuellen Fleischskandale stärken einen Trend, der schon seit vielen Jahren zu beobachten ist: Immer mehr Menschen leben vegetarisch! Nach einer aktuellen Meldung des Vegetarier-Bund Deutschlands e.V. (VEBU) sinkt der Fleischkonsum immer weiter. So sei der durchschnittliche Verzehr um fast 15 % auf nur noch 60,7 kg / Person im Jahr gegenüber dem historischen Höchststand von 69,7 kg im Jahr 1988 gesunken. Die Zahl der vegetarisch lebenden Menschen wächst stetig. Bei einer aktuellen Erhebung gaben 25% der Befragten an, weniger oder kein Fleisch oder Geflügel mehr zu essen, während bereits 15 % »fleischlos glücklich« sind: sie leben vegetarisch. Zum Vergleich: 1983 lebten nur 0,6 % der Bevölkerung vegetarisch. (Quelle: VEBU-Pressemeldung, 27.11.2005)
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So wie Pamela Anderson outen sich immer mehr Promis als Vegetarier.
Bild: www.peta.de
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Themen DENK MIT 12:
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Blutfeste - Das wollte Jesus nicht! Was feiern wir an Weihnachten? Jedes dritte Kind in Deutschland weiß es Umfragen zufolge nicht. Statt dessen werden mit dem Weihnachtsfest der Geburtstag des Weihnachtsmannes, viele Geschenke und viel Essen assoziert. Dafür müssen unzählige Gänse, Hasen, Schweine, Rehe, Hummer und Langusten ihr Leben lassen. Kaum ist Weihnachten vorbei, werden überall im Land die süßen Lämmer geboren. Sie landen dann pünktlich zum Osterfest auf dem Teller...
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Fleisch-Skandale: Prost Mahlzeit! Unappetitliche Chronik: Anfang 2005 wurde erstmals bekannt, dass im Handelskonzern REWE Fleischwaren, deren Verfallsdatum abgelaufen war, einfach umverpackt und wieder verkauft wurde. Damals zeigten alle mit dem Finger auf die Übeltäter. Mittlerweile wird man das Gefühl nicht los: Dies ist die gängige Praxis im Umgang mit Fleisch und Wurstwaren! Der Fleischskandal vom Oktober 2005 hat den Verbraucher gelehrt, dass man sich auf nichts verlassen kann - schon gar nicht, wenn es als Wurst, Hühnchen-Nuggets, Tiefkühl-Pizza oder Gelatine daher kommt...
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Jäger mit Hasenpest In Hessen ist ein Jäger offenbar an Hasenpest gestorben. Mindestens sieben Teilnehmer einer Treibjagd infizierten sich mit dem Erreger der auch für Menschen gefährlichen Hasenpest beim Abziehen und Ausnehmen von geschossenen Feldhasen.
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Klimakatastrophe: Kein Ende in Sicht Polkappen schmelzen schneller als erwartet · Golfstrom 30% schwächer · Höchste CO2-Konzentration seit 650.000 Jahren · 26 Wirbelstürme: Hurrikan-Saison 2005 bricht alle Rekorde
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Katholische Sex-Skandale ohne Ende Die Meldungen der letzten Wochen über kirchliche Sex-Skandale und Verbrechen an Kindern überschlagen sich:
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Papst Benedikt hört Stimmen Papst Benedikt hört Verstorbene und spricht mit ihnen! Über seinen verstorbenen Vorgänger Johannes Paul II. sagte Benedikt in einem TV-Interview: »Ich höre ihn, und ich sehe ihn sprechen. Somit kann ich in einem ständigen Dialog mit ihm stehen.«
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Graf v. Galen: Seligsprechung eines Kriegstreibers Sie wurde mit großen Pomp gefeiert: die Seligsprechung des Münsteraner Kardinals Clemens August von Galen (1878-1946). Kardinal Saraiva Martins rühmte von Galen mit den Worten, er habe sich "gegen die Todesmaschinerie des nationalsozialistischen Staates gewehrt". Das mag insofern zutreffen, als sich von Galen in mehreren Predigten gegen die Ermordung Behinderter wandte. Aber was ist mit der Todesmaschinerie der nationalsozialistischen Angriffskriege?
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