Die Jäger-Lobby kann es nicht lassen: Weil die Waidgesellen, die die auf dem Grundeigentum der Landwirte von Gut Greußenheim lebenden Tiere nicht zu Opfern ihres blutigen Hobby machen können, versuchen sie im Verbund mit dem jägerfreundlichen Lokal-Schreiber Toepfer die dort lebenden Tierschützer schlecht zu machen, wo es geht - um vielleicht doch noch einen Weg zu finden, wie die Tiere umgebracht werden können.
Dazu ist ihnen jedes Mittel recht. Und so versuchten sie den Eindruck zu vermitteln, als würde hinter Benjes-Hecken, großangelegten Biotop-Verbundsystemen und Forstkulturzäunen um Obstgärten und Neuaufforstungen etwas Mysteriöses geschehen. Und so versuchte das Würzburger Provinzblatt Anfang November in großer Aufmachung den Eindruck zu erwecken, Hecken und Zäune wären den Behörden und Bürgern im Weg. In Wahrheit ärgern sich nur einige Jäger um Norbert Gram, den man laut Urteil des Amtsgerichts Würzburg vom 18.11.2005 als »Schießer« bezeichnen darf, dass sie Tiere, die auf dem Eigentum der Naturschützer von Gut Greußenheim leben, nicht ungehindert vor die Flinte bekommen.
Die Verwaltung hat dem Druck der Jäger-Lobby und des Provinzblatts zwar zunächst mit fadenscheiniger Begründung nachgegeben und die Beseitigung der Zäune verlangt. Doch da machte das Bayerische Verwaltungsgericht Würzburg am 2. Dezember 2005 nicht mit: Der sofortige Vollzug der Verwaltungsanordnung wurde aufgehoben.
Wo ist nun das Würzburger Provinzblatt mit seiner Berichterstattung? Dieser Gerichtsbeschluss wird einfach unter den Teppich gekehrt. - Warum wohl?
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