Denk Mit Nr. 20 Aug./Sept. 2006

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Themen DENK MIT Nr. 20:

Wer Getreide verheizt, heizt die Apokalypse an Unsere tägliche Not gib uns heute... Wir verbrennen Weizen, während Milliarden Menschen verhungern. Und für das Mastfutter für unsere Schlachttiere verbrennen wir den Regenwald... Kommt die Not, die wir säen, auf uns zurück?



Ein Paradies für Mensch, Natur und Tiere In einer Zeit, in der die Tiere über alle Maßen malträtiert werden, in der die Natur vom Menschen bis aufs letzte ausgepresst und geschändet wird, haben Urchristen mit der Gabriele-Stiftung die Wiedergutmachung an Natur und Tieren eingeleitet. Ein friedvolles Land ist entstanden, auf dem Tiere angstfrei leben können und auf dem sich die Natur in all ihren Facetten entfalten kann. Neben einem groß angelegten Biotopverbund und einem Gnadenland für vom Schlächter gerettete Tiere betreuen Urchristen ein wundervolles, weitläufiges Waldstück, das idyllisch am Mainufer gelegen ist und seinem Namen »Natursymphonie« alle Ehre macht...



Der Bär Bruno - Standbild deutscher Moral Tiere sind solange erwünscht und geduldet, wie sie den Menschen erfreuen und seine Streicheleinheiten geduldig über sich ergehen lassen. Nimmt sich ein Tier etwas aus der Natur ohne die Erlaubnis des Menschen, dann heißt es: "Fuchs, Du hast die Gans gestohlen, gib sie wieder her - sonst wird Dich der Jäger holen mit dem Schießgewehr!" - und fröhlich und völlig unbedarft singen bereits die Schulkinder dieses Lied. Bei Braunbär Bruno, übrigens einem Jungtier von zwei Jahren, also im eigentlichen Sinne noch einem Tier-Baby, wurden alle Heimlichkeiten abgelegt, denn hier handelte es sich nun um eine Staatsaffäre erster Priorität: Zwischen Österreich und Deutschland liefen die Drähte heiß, man forderte Experten aus dem hohen Norden an, die dann kläglich versagten, weil das Tier siebenmal schlauer war, und schließlich war die Gefahr angeblich so groß, dass man Bär "Bruno" zum Abschuss freigeben musste. Politiker aller Couleur, vor allem und bezeichnenderweise wieder einmal jene mit dem großen "C" im Parteinamen machten sich für die radikale Lösung des Problems stark, indem sie aufforderten, "Bruno" zu erschießen. Kurz: Todesstrafe - und keine Hoffnung auf Begnadigung.



Neues von Bruno: Die Exekutionen in Bayern gehen weiter... Die brutale »Hinrichtung« des Bären Bruno hat Bayern und Deutschland weltweit in Verruf gebracht. Weil »normale« Jäger das Abschlachten des Bärenkindes ablehnten, führte ein Exekutionskommando des Landratsamtes Miesbach den Exekutionsbefehl von Ministerpräsident Stoibers Staatsminister Schnappauf aus. Wie man jetzt weiß, unter Mitwirkung eines Beamten des Landratsamtes und eines Polizei-Oberkommissars.



Jacobs Rettung oder: Wie in Deutschland mit Tieren umgegangen wird - Wir leben in einer Zeit, in welcher der Wert eines Tieres nach dem Gewicht des verkaufbaren Fleisches berechnet wird. Ein Tier ist so viel wert, wie es finanziellen Nutzen für den Menschen bringt. Erkrankt es, so ist dies meist sein Todesurteil - oder es beginnt eine Zeit des Leidens, denn Tierarztkosten würden den kargen Gewinn noch restlich aufbrauchen.



Die Papst-Show vor der Fernseh-Kamera Kriege, Katastrophen, Kirche und die »Mottenkiste der Geschichte« - Dass die Menschheit auf einen Kollaps zutreibt, ist eigentlich nichts Neues, sondern seit 2000 Jahren jedermann bekannt, der »Ohren hat zu hören«...



Haben Sie sich auch schon mal gefragt... Seit ein Deutscher den Stuhl Petri bestiegen hat und damit - schenkt man der BILD-Zeitung Glauben - alle Deutschen »Papst« wurden, verfolgt so mancher etwas genauer die Schritte des deutschen Pontifex. Da Herr Ratzinger demnächst wieder zu Gast in Deutschland sein wird, hat sich auch die »Denk Mit«-Redaktion für die zurückliegenden Reisetätigkeiten des Papstes interessiert und ist dabei auf erstaunliche Ereignisse gestoßen...



Wer zahlt, ist doch klar! Das Sommerloch und die »Wertedebatte«: Der Kabarettist Jürgen Becker brachte es in den »Mitternachtsspitzen« auf den Punkt: »Der Allianz-Konzern macht dieses Jahr einen Gewinn von 6 Mrd. Euro und entlässt trotzdem 5000 Leute. Wenn man das verteilen würde, dann bekäme jeder Arbeitslose 1,2 Millionen Rente. Da käme man eine Zeitlang mit hin!« (WDR-Fernsehen, 19.8.06)




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