Die Gier nach Geld

Reicher werden reicher, Arme immer ärmer

Kaum zu glauben! IWO Präsident Sinn fordert: Die Lohnkosten müssen gesenkt werden, sonst wandern die Unternehmen weiter ins Ausland ab.

Unternehmensgewinne steigen, Mitarbeiterzahlen sinken

Der Präsident ist mit seiner Meinung nicht alleine: Unternehmensgewinne wie die bei der Deutschen Bank stiegen um ganze 87% an! Und dennoch will der Chef der Deutschen Bank Josef Ackermann weitere 6.700 Stellen abbauen! Auch bei anderen Unternehmen steigen die Gewinne - und die Mitarbeiterzahlen sinken: Siemens verdiente 2004 rund 3,4 Milliarden Euro und baute 600 Stellen ab. Daimler-Chrysler machte 5,8 Milliarden Gewinn und will Stellen bei Mercedes streichen. MAN legte beim Gewinn um 62% zu und baute 1500 Mitarbeiter ab. Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen: Schering, BASF, Postbank, Deutsche Telekom und RWE (Stern 8/2005).

Muss der Ertrag über allem stehen?

Laut einer Forsa Umfrage sehen 98% der Bürger die Hauptaufgabe von Unternehmen in sicheren Arbeitsplätzen. Neun von Zehn Deutschen haben kein Verständnis dafür, Leute rauszuwerfen, um die Gewinne weiter zu steigern.


Die Statistik trügt

Die Privatvermögen erreichten 2004 eine neue Rekordsumme von 5 Billionen Euro. Überall ist zu lesen, dass der deutsche Durchschnittshaushalt 133.000 Euro Vermögen sein Eigen nennt.

Privatvermögen völlig ungleich verteilt

Allerdings sind die Privatvermögen sehr ungleichmäßig verteilt: Die reichsten zehn Prozent der Haushalte besitzen knapp 47% des gesamten Nettovermögens! Die unteren 50% der Haushalte müssen dagegen mit weniger als vier Prozent auskommen!

10% haben fast die Hälfte des gesamten Nettovermögens!

Die Reichen 10% besitzen mehr als 1,3 Mio. Euro Vermögen pro Haushalt. Die untere Hälfte der Bevölkerung muss sich dagegen mit etwas mehr als 10.000 Euro durchschnittlichem Nettovermögen zufrieden geben.



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