Hubschrauber gegen Menschen oder Tiere?

Sa., 28.1.: Großdemonstration in Würzburg!

Die Landwirte von Gut Greußenheim haben für Sa., 28. Januar 2006 eine große internationale Demonstration für das Ruhen der Jagd auf Gut Greußenheim angekündigt.

Das Motto der Anti-Jagd-Demo lautet:

»Du sollst nicht töten!« - Gegen das Ausmerzen von Menschen und Tieren

Sa., 28. Januar

Start: 13 Uhr

Treffpunkt: Hauptbahnhof/Vorplatz in Würzburg

Demonstrationszug durch die Innenstadt

Anschließend Großkundgebung:
- Redner verschiedener Tierschutzorganisationen aus dem In- und Ausland
- Live-Konzert der AJ-Gang, Deutschlands einziger Tierschutzband
- Vegane Hamburger, vegane »Gulasch«suppe und heißer Punsch für alle Teilnehmer
Infos: www.lusttoeter.de


Ein bestellter Psycho-Terror:

Hubschrauber gegen Menschen oder Tiere?
Wo verbergen sich die Drahtzieher? Wo ist die Kommandozentrale?



In Würzburg und Umgebung ist die Polizei offenbar auch dazu da, großangelegte Tier-Massaker vorzubereiten und gegen die Menschen vorzugehen, die das Leben der Tiere retten wollen.
Der Skandal: Am Donnerstag, den 12. Januar zwischen 14 und 15 Uhr, bedrohte die „Tier-Massaker-Bruderschaft“, die sich aus Hobby-Lusttötern, der Jägerlobby in Behörden sowie Kirchenkämpfern zusammensetzt, friedfertige Bürger und Tierschützer mit einem Polizeihubschrauber. Offenbar ist dieser Bruderschaft gerade das Friedfertige ein Dorn im Auge – und so gehen sie gegen Menschen vor, die das Leben schützen und erhalten.
Ein weiterer Skandal: Mehrere Tausend Euro kostet ein einziger solcher Hubschrauberflug die Steuerzahler – und dies bei leeren Kassen der Kommunen! An Kindergärten und Schulen wird gespart, im Kampf gegen Tier- und Naturschützer wird das Geld zum Fenster rausgeworfen. Und im Erdbebengebiet von Pakistan erfrieren Menschen, weil es zu wenig Hubschrauber gibt.



Sie kamen ohne Vorwarnung, ohne vorherige Ankündigung. Aus Richtung Hettstadt schlich sich der Hubschrauber im Nebel an und kreiste dann über eine Stunde lang über dem Grundeigentum der Landwirte von Gut Greußenheim – gespenstisch, bedrohlich, Angst erzeugend mit einem infernalischen Lärm von über 90 db(A). Als der Hubschrauber im Tiefflug über eine Waldweide mit Rindern flog, brach eine ganze Herde von Tieren in Panik durch den Zaun. Beobachter bezeugen: Der Hubschrauber hat mehrfach die vorgeschriebene Mindesthöhe von 100m unterschritten!


An einen demokratischen Rechtsstaat erinnert diese Vorgehensweise nicht...

Angeblich wollte man auf dem Eigentum der Landwirte von Gut Greußenheim Wildschweine zählen. Dies hatte die Jäger-Lobby in ihrem Sprachrohr, dem Provinzblatt Main Post, am 29. Dezember 2005 angekündigt (siehe Hauptartikel in DENK MIT Nr. 13 Jäger contra Tierschützer ).
Obwohl der Rechtsanwalt der Landwirte von Gut Greußenheim bereits am 2. Januar das zuständige Landratsamt Würzburg angeschrieben hatte und aus guten Gründen einen Befangenheitsantrag gegen den Auftraggeber des Hubschraubereinsatzes, den Jäger Oswald Rumpel, seines Zeichens Leiter der Unteren Jagdbehörde, einreichte, fand am Nachmittag des 12. Januar 2006 die Überfliegung des Grundeigentums der Landwirte von Gut Greußenheim statt.
Die Vorgehensweise erinnert dabei eher an ein Unrechtsregime, als an einen demokratischen Rechtsstaat: Weder hielt man es im Landratsamt Würzburg für nötig, über den juristischen Befangenheitsantrag zu entscheiden, noch hielt man es für nötig, die Grundeigentümer vorher über den geplanten Überflug zu informieren. „Dies ist kein ordnungsgemäßes Vorgehen in einem Rechtsstaat. Auch ist es bislang in Bayern immer noch üblich gewesen, auf Anwaltsbriefe rechtzeitig zu antworten und nicht einfach vollendete Tatsachen zu schaffen“, protestierte der Rechtsanwalt der Landwirte. Ist das der neue Stil der bayerischen Regierung?

Auf telefonische Rückfrage erklärte der Leitende Polizeidirektor Gerold Mahlmeister vom Polizeipräsidium Unterfranken, er habe den Flug auf Ersuchen des Landratsamts Würzburg angeordnet. Dass der Rechtsanwalt der Landwirte der Polizei bereits die Rechtswidrigkeit eines solchen Vorgehens schriftlich dargelegt hatte, wurde ignoriert. Der Name des Hubschrauberpiloten, gegen den Anzeige erstattet wird, wurde ebenfalls noch nicht bekannt gegeben. Beim Landratsamt Würzburg wollte man nicht sagen, wer den Psycho-Terror bei der Polizei bestellt hatte. Oswald Rumpel wollte keine Auskunft geben und verwies auf seinen Vorgesetzten, Regierungsdirektor Kraus, der nach seiner Rückkehr vom Urlaub in der kommenden Woche Auskunft geben könne.

Ging das Ganze vielleicht gar nicht vom Landratsamt Würzburg aus? Kam die Anweisung aus dem bayerischen Regierungsbereich? Oder steckt dahinter gar eine konfessionelle Anweisung? Es wäre nicht das erste Mal, ist doch die Kirche darin jahrhundertlang geübt, Andersgläubige auszuschalten. Gestern, im Mittelalter, beschuldigte man anständige Menschen, mit dem Teufel zu verkehren. Heute dienen Tiere als Vorwand, die man verteufelt, um sie ermorden zu lassen. Welche teuflische Machenschaften gestern und heute!

Als der Hubschrauber nach seinem Terror-Flug auf dem Flugplatz Schenkenturm bei Würzburg landete, stieg der Polizist PHM Albert Popp aus. Gegenüber den anwesenden Journalisten wiegelte er ab: „Reine Polizeiaktion, da ist niemand anderes im Hubschrauber“. Was PHM Popp nicht sagte: Er ist Hobbyjäger und jagt ausgerechnet im Revier von Jäger Norbert Gram in Hettstadt, dessen Revier an das Grundeigentum der Landwirte von Gut Greußenheim anschließt.

In der Nacht vor dem Hubschrauberflug war in den Nachbarrevieren, auch in Richtung Hettstadt, erhöhte Schussaktivität beobachtet worden. Offenbar wusste man dort von dem bevorstehenden Flug und sorgte dafür, dass möglichst viele Tiere auf dem Gebiet der Landwirte von Gut Greußenheim vor den Lusttötern Zuflucht suchen, damit sie dort vom Hubschrauber mit der Kamera erfasst werden können.

Gram muss rechtzeitig informiert gewesen sein, denn just zu dem Zeitpunkt, als der Hubschrauber flog, näherte er sich mit seinem Pkw und einem Mitfahrer dem Hof der friedliebenden Landwirte. Leitete er den Einsatz des Hubschraubers vom Boden aus, während sein Jagdkumpan PHM Popp im Hubschrauber agierte?


Hobby-Jäger PHM Albert Popp in der Luft, Jäger Norbert Gram vom Boden aus

Die dubiose Aktion wurde immer seltsamer: Warum führte Gram bei seiner Aktion deutlich sichtbar eine Aufschrift an seinem Pkw, mit der er den urchristlichen Glauben der Bewohner von Gut Greußenheim beleidigt? Warum beobachtete er von Süden her längere Zeit die Wohngebäude der dort lebenden Urchristen, während der Hubschrauber von Norden her auf den Hof zuflog? Ging es in Wahrheit gar nicht um die Tiere, sondern hatte man es auf die Menschen abgesehen?


Was wollte der Hubschrauber?

Wie anders sollte man die verwunderliche Tatsache erklären, warum der Hubschrauber ziemlich flott über Wälder, Baumplantagen und Felder hinwegflog, die ja bekanntlich der Lebensraum von Wildtieren sind? Warum stand der Hubschrauber dagegen lange über dem Hofbereich? Hier leben ja bekanntlich keine Wildschweine, die man ja angeblich zählen wollte, sondern Menschen – Urchristen. Wozu hat sich die Tier-Massaker-Bruderschaft mit fanatischen Religionskämpfern verbündet?
Eines scheint klar zu sein: Die Einheit zwischen friedlichen Menschen, Tieren und Natur auf Gut Greußenheim ist beiden ein Dorn im Auge.
Ein Beobachter sagte: „Ein Polizei-Hubschrauber über dem Hofbereich – das ist ein Einschüchterungsversuch, eine deutliche Drohgebärde. Nach dem Motto: Euch kriegen wir noch.“ Ein anderer Beobachter meinte: „Das ist wie bei einer Menschenjagd. Tiere jagen, Menschen hetzen ... Wo wird das noch hinführen?“
Man fühlt sich fast an die Aussage von Leo Tolstoi erinnert: „Vom Tiermord zum Menschenmord ist nur ein Schritt.“ Was hat Tolstoi damit gemeint?


Welche Rolle spielt Landrat Zorn?

Waldemar Zorn machte sich als Bürgermeister von Hettstadt und katholischer Kolpingfunktionär bundesweit einen Namen als Kämpfer gegen Andersgläubige. Auf seiner „Abschussliste“ standen die Urchristen des Universellen Lebens, von denen einige in seiner Gemeinde Grundstücke gekauft hatten, um Häuser zu bauen und dort mit ihren Familien zu leben. Zorn organisierte Hetzveranstaltungen gegen die unbescholtenen Bürger, lud berufsmäßig lügende Inquisitoren ein, die bei Veranstaltungen für faschistoide Stimmung sorgten, so dass gegen anwesende Urchristen Drohungen und Beschimpfungen geäußert wurden wie: „Aufhängen sollte man euch!“ und „Heil Hitler!“
Dorfbürgermeister Zorn machte Karriere und wurde Landrat des Landkreises Würzburg. Und steht damit ausgerechnet der Behörde vor, welche die Hubschrauberflüge angeordnet hat. Ein Zufall?

Dafür, dass hinter den angeblichen jagdlichen Notwendigkeiten ganz andere Drahtzieher stehen, welche die Jägerlobby für ihre Zwecke instrumentalisieren spricht vieles: Zum einen sind die Angriffe des Landrats Waldemar Zorn und des bundesweit bekannten Grenzjägers Gram aus Hettstadt offensichtlich konfessionell motiviert. Zum anderen greift auch der örtliche Jägerfunktionär Dr. Lehmann-Tolkmitt, dem man aufgrund seiner früheren Tätigkeit als Geschäftsführer der in Konkurs gefallenen Firma Noell Verbindungen zu einflussreiche Regierungskreise nachsagt, bei seinen öffentlichen Auftritten und in schriftlichen Äußerungen immer wieder zu üblen Schmähtiraden gegen den Glauben der Urchristen. Hinzu kommt die nur mühsam verheimlichte Zusammenarbeit von Lusttötern, jägerfreundlichen Schreibern der Provinzpresse und kirchlichen Verleumdungsbehörden auch heute. Und es erscheint kaum wahrscheinlich, dass allein der Arm der Jägerlobby weit genug reichen würde, um dem Schießer Gram den Rücken für sein aggressives Vorgehen gegen friedliebende Bürger auf die Dauer freizuhalten. Erst kürzlich wieder verschwand in einem Fall von Wilderei, der aus dem Revier von Norbert Gram gegenüber dem Gebiet der Landwirte von Gut Greußenheim verübt wurde, nicht nur das gestohlene Wildschwein spurlos, obwohl der Fall sofort der Polizei gemeldet wurde, auch sonst hat man in dieser Angelegenheit nichts mehr gehört. Ganz anders in einem ähnlich gelagerten Fall von Wilderei im Spessart. Dort waren keine Urchristen die Geschädigten. Polizei und Staatsanwaltschaft nahmen umfangreiche Ermittlungen auf.Gram mag zwar auch von seinen Jagdgenossen in den Behörden gedeckt werden, aber hier sind andere Kräfte am Werk, die zuschauen, wie es zu Sabotageanschlägen, Morddrohungen, dem Schuss-Terror kommt und der Bespitzelung von Menschen aus der Luft, aus meterhohen riesigen Beobachtungstürmen oder aus dem Auto durch Gram. Dass dabei oft großkalibrige Waffen mit starken Zielfernrohren mitgeführt werden, die bis in die Wohnräume der Bewohner von Gut Greußenheim reichen, scheint diese Kreise nicht zu stören. Auch nicht die zuständigen Behörden beim Landratsamt Würzburg oder die noch aus Zorns Zeiten in Hettstadt bestehenden Seilschaften in der Gemeinde Hettstadt, mit dem Bürgermeister Götz an der Spitze.

Jäger töten Wildtiere, Haustiere und Menschen – und bekommen den Segen der Kirchen

Dass die Lusttöter in Deutschland jedes Jahr nicht nur über 5 Millionen Wildtiere und 300.000 Hauskatzen und 30.000 bis 40.000 Hunde umbringen, sondern allein im Jahr 2004 mindestens 40 Menschen durch Jäger und Jägerwaffen zu Tode kamen, passt auch ins konfessionelle Konzept, das die Jagd befürwortet und seit jeher auch Menschen bedroht. Es orientiert sich an den dogmatischen Aussagen der katholischen Kirche: „Die Kirche hat kraft ihrer göttlichen Einsetzung die Pflicht, aufs gewissenhafteste das Gut des göttlichen Glaubens unversehrt und vollkommen zu bewahren und beständig mit größtem Eifer über das Heil der Seelen zu wachen. Deshalb muss sie mit peinlicher Sorgfalt alles entfernen und ausmerzen, was gegen den Glauben ist oder dem Seelenheil irgendwie schaden könnte.“ Nachzulesen bei Neuner-Roos, Der Glaube der Kirche in den Urkunden der Lehrverkündigung, S. 256. Laut Duden Rechtschreibung bedeutet „ausmerzen“: radikal beseitigen. Und Martin Luther befahl allen Andersgläubigen zu schweigen: „Will er nicht, so befehle die Obrigkeit solchen Buben dem rechten Meister, der Meister Hans heißt.“ (gemeint ist der Henker)


Unsaubere Politik des Landratsamts Würzburg: Landwirte stellen Antrag, einem anderen Landratsamt zugeordnet zu werden

Wenn die Aussagen der Beamten zutreffen, ist Ausgangspunkt des letzten Angriffs das Landratsamt Würzburg unter Waldemar Zorn. Zorn verstand sich immer als Garant für die Wahrung der Interessen der katholischen Institution und damit auch für deren verbindliche Ausmerzungsanweisungen. Auch wenn der einzelne Beamte möglicherweise anders denkt, wird sich im Landratsamt Würzburg immer diese unsaubere Politik mit der faschistoiden Tendenz des Kirchenmannes Zorn durchsetzen, die er früher so ungeniert unter Beweis gestellt hat. Die Landwirte von Gut Greußenheim werden deshalb jetzt offiziell den Antrag stellen, dass sie der Zuständigkeit eines anderen Landratsamtes unterstellt werden, solange beim Landratsamt Würzburg solche Verhältnisse herrschen. Das Gleiche gilt auch für die Würzburger Polizeidienststelle, solange der Jäger PHM Popp dort den Ton angibt.


Unter dem Krieg gegen Kirchenaussteiger müssen auch Tiere leiden

Besonders bedauerlich ist, dass unter dem Krieg gegen Kirchenaussteiger wieder einmal die Schwächsten unserer Gesellschaft, die Tiere, leiden müssen, weil sie als Vorwand für andere unlautere Ziele herhalten müssen. Für die Tiere haben sich bisher nicht nur die Bewohner von Gut Greußenheim und viele Tausende ihrer Freunde in aller Welt eingesetzt, sondern Unterstützung kam von Hunderten von Tierschutzorganisationen weltweit. Auch die Medien im Ausland berichten laufend über die Vorgänge um das Landratsamt Würzburg. Wir werden alle unsere Freunde über die weitere Entwicklung auf dem Laufenden halten und danken allen auch für die weitere Unterstützung.


Wenn Sie uns helfen wollen, protestieren Sie bei:

Regierung von Unterfranken
Peterplatz 9
97070 Würzburg
Fax: 0931/380-2222
e-mail: poststelle@reg-ufr.bayern.de

Landratsamt Würzburg
Herrn Landrat Waldemar Zorn
Postfach
97067 Würzburg
e-mail: poststelle@lra-wue.bayern.de

Landratsamt Würzburg
Untere Jagdbehörde
Herrn Oswald Rumpel

Postfach
97067 Würzburg
e-mail: O.Rumpel@lra-wue.bayern.de












Von Lodenfilz und einer Tier-Massaker-Bruderschaft

Beim Neujahrsempfang der Gemeinde Hettstadt wurde Waldemar Zorn „für seine Verdienste“ gewürdigt. Auch Hobby-Lusttöter Norbert Gram, der sich als Kirchenkämpfer einen Namen gemacht hat, kommt aus Hettstadt. Dessen Bruder, Alois Gram, ist Jagdberater der Unteren Jagdbehörde von Oswald Rumpel, die zu Zorns Landratsamt gehört, und welche die Hubschrauberflüge angeordnet hat. Der Polizist PHW Albert Popp, der wie schon im vergangenen Jahr im Hubschrauber saß, jagt im Jagdrevier von Norbert Gram. Und während die Bewohner von Gut Greußenheim über den Hubschrauberflug nicht informiert wurden, war Jäger Norbert Gram als Bodenpersonal zeitgleich zur Stelle. Wen wundert es da noch: Auch der jägerfreundliche Lokalschreiber Tilman Toepfer, der so gerne böse Zeitungsartikel gegen Urchristen schreibt, kommt aus Hettstadt.


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