Es sollte nicht der letzte denkwürdige Moment an diesem Tag bleiben. Vertauschte Rollen im Gerichtssaal: Der Journalist und Buchautor Matthias Holzbauer (50), der Beleidigung der bayerischen Lutherkirche angeklagt, bittet weder um Gnade noch um Milde (die ihm am Ende soviel sei vorweggenommen, von diesem Gericht ohnehin nicht zuteil werden sollte). Er rechnet der Jusitz vor, dass Angehörige der Glaubensgemeinschaft Universelles Leben, der auch er angehört, in 77 (!) Fällen Strafanzeigen gegen Kirchenvertreter erhoben hatten, ohne dass es die jeweilige Staatsanwaltschaft jemals für notwendig gehalten hätte, Anklage zu erheben. Beleidigung, üble Nachrede, Volksverhetzung, Geschäftsschädigung - immer wieder hatten sie die Gerichte darauf hingewiesen, mit welch rüden Methoden die Großkirchen gegen die wesentlich kleinere »Konkurrenz« vorgehen - alles vergeblich. In mindestens zwei Fällen hat Oberstaatsanwalt Dr. Dietrich Geuder, der ihn nun vor Gericht gebracht hat, eigenhändig solche Strafanzeigen, die in umgekehrter Richtung gestellt worden waren, in den Papierkorb befördert. In einer persönlichen Erklärung wirft Holzbauer ihm deshalb vor, »persönliche bzw. kirchliche Interessen« zu verfolgen. Als Dr. Geuder darauf erwidert, die Kirche hätte sich im Gegensatz zum Angeklagten eben vermutlich an die »Spielregeln« gehalten, entsteht Unruhe im voll besetzten Gerichtssaal. Was sollen das für »Spielregeln« sein? Etwa: Wer nicht katholisch oder evangelisch ist, soll schweigen? Gehört die antisemitische Vergangenheit der Lutherkirche, die Holzbauer dargestellt hatte, auch zu diesen »Regeln«, die die Kirche »eingehalten« hat?
Mindestens die Hälfte der Zuhörer sind wie Holzbauer Urchristen im Universellen Leben, die genau wissen, dass Kirchenvertreter über Jahre hinweg immer wieder mit genau denselben Bezeichnungen gegen religiöse Minderheiten zu Felde gezogen sind, die Holzbauer in dem Flugblatt, dessenwegen er nun vor Gericht steht, auf die Lutherkirche gemünzt hatte.
Der Unterschied ist nur: Den Kirchenvertretern ist nie etwas passiert, wenn sie religiöse Minderheiten als »totalitär«, als »Psychosekte«, ja als »antisemitisch« diffamierten. Und der weitere Unterschied ist: Gegenüber dem Universellen Leben waren und sind solche Anschuldigungen aus der Luft gegriffen. Im Falle der Lutherkirche sind es belegbare Tatsachen - die in dem Flugblatt auch genannt wurden.
Da wurden Zitate von Martin Luther abgedruckt, die von Hass auf die Juden nur so strotzen. Und es wird durch weitere Zitate belegt, wie der lutherische Theologe Hans Meiser, von 1933 bis 1955 bayerischer Landesbischof, bereits 1926 als Leiter der Nürnberger Predigerschule antisemitische und rassistische Ansichten vertrat. (siehe Seite 4) Noch im März 2006 hatte der derzeitige Landesbischof Dr. Johannes Friedrich den 50. Todestag Meisers feiern wollen. Doch die Nürnberger Abendzeitung machte der Kirche einen Strich durch die Rechnung: »Skandal in Nürnberg: Kirche feiert Nazi-Bischof«, lautete die Schlagzeile (4.3.06). Interviewt wurde in diesem Zusammenhang auch der ehemalige lutherische Pfarrer Dieter Potzel, der 1992 aus der Kirche austrat und sich den Urchristen anschloss. Da sie gegen die Abendzeitung (und die darin genannten Tatsachen) nichts machen konnten, beschlossen die lutherischen Würdenträger offenbar, ihre Wut über das gründlich verdorbene Meisersche Jubeljahr an den Urchristen auszulassen. Jedenfalls erschien zwei Wochen später (18.3.06) in der Münchner BILD-Zeitung ein großer Artikel. Der lutherische »Seelsorger« Wolfgang Behnk diffamierte darin einen Marktstand, an dem Urchristen ökologisches Brot und Gemüse anbieten. »Viktualienmarkt: Dubiose Sekte betreibt Öko-Stand« lautete die große Schlagzeile, die an alle BILD-Verkaufskästen in der ganzen Stadt geheftet wurde. Holzbauer, der an diesem Samstag selbst hinter der Verkaufstheke stand, um Brot aus »friedfertigem Anbau« zu verkaufen, kam sich nach eigenen Worten vor »wie auf einem modernen Scheiterhaufen: An allen Ecken züngelten schon im übertragenen Sinne die Flammen aus den Verkaufskästen. Angesichts der gaffenden Passanten, die auch einmal die ‚gefährlichen Ketzer' sehen wollten, kamen wir uns zeitweise vor wie im Zoo.« Doch Urchristen sind kampferprobt. Sie haben seit 25 Jahren Erfahrung damit, was es heißt, diskriminiert zu werden. Holzbauer greift nach Feierabend mit einigen Freunden zur Feder - und heraus kommt ein Flugblatt, das die lutherischen Kirchenoberen so geärgert hat, dass sie umgehend Strafanzeige stellten. Besonders sauer scheint ihnen aufgestoßen zu sein, dass nicht nur der Verunglimpfer vom Dienst, Pfarrer Behnk, sondern auch sein Vorgesetzter, Landesbischof Friedrich, darin namentlich für Geschäftsschädigung und moderne Religionsverfolgung verantwortlich gemacht wurden. Staatsanwalt Dr. Geuder reagiert in Würzburg für Justizverhältnisse vergleichsweise rasch - und hetzt dem Angeschuldigten Anfang Juni, also 10 Wochen später, in aller Herrgottsfrühe die Polizei ins Haus - angeblich, um Flugblätter »sicherzustellen«.
Richter »befremdet, dass Angeklagter Grundrecht auf Religionsfreiheit in Anspruch nimmt...
»Eine Schikane«, so urteilt Holzbauers Anwalt, Dr. Christian Sailer. Er macht vor Gericht geltend, dass nach der herrschenden Rechtsprechung die strittigen Äußerungen nicht strafbar sein können, weil sie samt und sonders durch Tatsachen untermauert wurden. Er verweist auf die Bibel, wo in den Paulusbriefen zahlreiche antisemitische Aussagen enthalten sind (siehe www.theologe.de/theologe8.html). »Dagegen sollten Sie einmal Ermittlungen einleiten!«, rät er dem Staatsanwalt, der den Antisemitismus in der Kirche als rein historisches Phänomen dargestellt hatte - und überdies den antisemitischen Landesbischof Meiser als »vielschichtige Persönlichkeit« in Schutz zu nehmen versuchte.
Anwaltliche Hinweise auf die bisher übliche Rechtsprechung kümmern Amtsrichter Dr. Hubert Stühler wenig. Mit spürbarem Ärger über die lästigen Kirchenkritiker verkündet er am 14.12.06 sein Urteil: schuldig - und 2000 Euro Geldstrafe. Die Begründung leitet er ein mit dem bemerkenswerten Satz: »Mit einem gewissen Befremden hat das Gericht zur Kenntnis genommen, dass die Verteidigung versucht, dieses Verfahren hochzustilisieren zu einem Verfahren, in dem die Religionsfreiheit in Deutschland auf dem Spiel steht.« Erst als Anwalt Dr. Sailer ihn umgehend nachträglich wegen Befangenheit ablehnt, scheint Dr. Stühler zu begreifen, dass er einen Fehler gemacht hat. Ein Richter, der darüber »befremdet« ist, dass ein Bürger dieses Landes ein Grundrecht der Verfassung in Anspruch nehmen will, kann nicht objektiv sein, so die Begründung des Anwalts. Dr. Stühler verliert daraufhin vollends die Nerven und weigert sich - völlig unüblicherweise -, den Befangenheitsantrag ins Protokoll aufzunehmen. »Sie haben zwei Hände und können schreiben«, so fertigt er den Anwalt ab, der doppelt so alt ist wie er selbst, und zwingt einen Advokaten mit 40-jähriger Berufserfahrung, sein Begehren handschriftlich abzugeben.
»Fehlurteil mit skandalöser Begründung«
Der Richter hat, so erklärt Dr. Sailer hinterher den aus Slowenien, Italien und Spanien angereisten Fernsehteams, die gültige Rechtsprechung rundweg missachtet, die der Meinungsäußerung, zumal derjenigen eines von gegnerischen Angriffen direkt betroffenen »Streitpartners«, sehr großen Spielraum zubilligt. »Ein Fehlurteil mit skandalöser Begründung«, so sein Urteil. Kein Wunder, dass der Rufmordbeauftragte Behnk, eigens aus München angereist, gleich nach der Verhandlung auf den Richter Dr. Stühler zueilt, um ihm seine Aufwartung zu machen. Während des Prozesses hatte Behnk auf dem Flur des Gerichtsgebäudes für lutherische Ordnung gesorgt: Als einige Urchristen ein schlichtes Holzkreuz vor dem Verhandlungsraum aufstellten, rief er sofort die Polizei und forderte eine Ordnungsstrafe für die »Ketzer«. (Seit wann hat ein Pfarrer Angst vor einem Kreuz?) Eine Strafe gab es zwar nicht, aber die Urchristen mussten mit ihrem Kreuz vor den Eingang des Gebäudes umziehen. Auf diese Weise konnten sie auch gleich die Passanten über ihre Aktion informieren: »Wie einst bei der Inquisition wird im Namen des Kreuzes gerichtet. Wir tragen das Kreuz der Erlösung und des Friedens, das Kreuz der Urchristen«. Gerichtet wurde in der Tat, und zwar mit einem Urteil, das den Interessen der Kirche entspricht - auch wenn das Urteil »im Namen des Volkes« verkündet wurde. Hier wurden einmal mehr die Opfer zu Tätern und die Täter zu Opfern gemacht. Kirchenvertreter dürfen seit Jahren ungestraft lügenhafte Meinungsäußerungen gegen eine religiöse Minderheit verbreiten, und zwar über Fernsehen und Presse bis hin zur Bild-Zeitung. Wenn sich aber jemand wehrt und einige Handzettel mit nachprüfbaren Tatsachen verteilt, wird er kriminalisiert. Daher fragen wir das Volk: Ist dieses Urteil wirklich in seinem Namen ergangen? Hat das Volk uns verurteilt? Schreiben Sie uns!
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Ist es wieder soweit? Warum die Kirche gegen Andersgläubige vorgeht - Das Leitbild der Urchristen auf der ganzen Erde ist Jesus, der Christus. Seine Lehre ist ihr Weg. Die Prinzipien des Jesus, des Christus, sind die höchste Ethik und Moral. Ihm, dem erhabenen Gottessohn, Jesus, dem Christus, folgen wir nach, ohne Riten und Dogmen. Seine Lebensanweisungen sind unübertreffliche Kennzeichen dafür, dass Gott, der Ewige, die Liebe, das Leben, die Freiheit, die Einheit, die Brüderlichkeit und Gerechtigkeit ist. Mit den folgenden Gedanken möchte ich auf den Worten des Jesus, des Christus, aufbauen, auf der göttlichen Wahrheit, die Er den Menschen als Nazarener gegeben hat.
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TERRA NOVA - Das Friedensland Seit dem Wiederaufleben des Urchristentums Anfang der 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts ist der Schutz von Tieren und Natur, die Achtung vor dem Leben in allen Bereichen, ein wesentlicher Bestandteil des Glaubens der Urchristen. Von Anfang an redeten die Urchristen von heute nicht nur über Tierschutz, sondern sie setzten Zeichen. Tiere sind die Freunde der Menschen, kein Tier wird geschlachtet oder sein Kadaver gegessen. Als Tierschützer sind Urchristen Vegetarier. Für die urchristlichen Landwirte ist selbstverständlich: »Wir sind Tier- und Naturschützer, keine Mörder und Räuber der Natur!« Tiere, die aus erbärmlichen Verhältnissen befreit und vor dem Schlächter gerettet werden konnten, haben auf dem Friedensland eine neue Heimat gefunden, wo sie ihrer Art entsprechend leben und sich entfalten können.
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Urchristen sind Tier- und Naturschützer Urchristen im Universellen Leben haben Achtung vor der göttlichen Schöpfung, vor dem Leben in allen seinen Formen. Für sie ist es selbstverständlich: Die Unverletzbarkeit des Lebens von Menschen, aber auch von Tieren und der gesamten Natur, ist nicht nur zu bejahen, sondern es gilt, sich für dieses Prinzip auch aktiv einzusetzen. Urchristen treten ein für die Rechtlosen in unserer Gesellschaft, für die Tiere und die Natur. Dies ist für sie eine Frage von Ethik, Moral und Anstand, die von den Zehn Geboten Gottes und von der Bergpredigt des Jesus, des Christus, unmissverständlich beantwortet wird. Seit dem Wiederaufleben des Urchristentums Anfang der 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts ist der Schutz von Tieren und Natur, die Achtung gegenüber dem Leben in allen Bereichen, ein wesentlicher Bestandteil des Glaubens der Urchristen.
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Stoppt kirchliche »Brandstifter«! Warum wird eine von Behörden gelobte und staatlich anerkannte Privatschule Privatschule von »Pfarrer« Fragner verunglimpft? - Bei Staatsempfängen und auf Pressekonferenzen gibt sich der evangelisch-lutherische Landesbischof Johannes Friedrich als Ehrenmann: Er entschuldigt sich für den Antisemitismus seiner Kirche und spielt das von ihm zunächst ausgerufene Gedenkjahr für seinen braunen Amtsvorgänger Hans Meiser wenig später wieder herunter. Doch hinter den Kulissen unterhält der kirchliche Biedermann gefährliche »Brandstifter« wie die Pfarrer Behnk und Fragner, die, getreu dem Vorbild ihres Kirchengründers Martin Luther, Andersgläubige »zum Henker« wünschen. Besonders aggressiv werden sie, wenn es um die Urchristen im Universellen Leben geht.
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Vergleichen Sie: Was wollte Jesus? Was will der Stuhl Petri? - Jesus lehrte: »Wer mit dem Schwert kämpft, wird durch das Schwert umkommen.« Und: »Liebet eure Feinde, tut Gutes denen, die euch hassen.« - In den Kreuzzügen wurden im Auftrag des Stuhles Petri bis zu 22 Millionen Menschen umgebracht. Während der Inquisition (13. bis 18. Jahrhundert) ließ der Stuhl Petri bis zu 10 Millionen Menschen töten. Heute sterben zwar keine »Ketzer« mehr auf dem Scheiterhaufen, aber statt Mord gibt es den Rufmord: Andersgläubige werden verleumdet, weil kirchliche »Sektenbeauftragte« Rufmord-Kampagnen anzetteln, die zu sozialer und beruflicher Diskriminierung führen.
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Die »guten Sitten« der Vatikankirche: Am Stuhl Petri klebt Blut: In den Kreuzzügen wurden im Namen der Kirche bis zu 22 Millionen Menschen getötet. Die Inquisition forderte bis zu 10 Millionen Tote. Andersdenkende wurden von der Kirche verfolgt, gefoltert und verbrannt. Die Zahl der Opfer des kirchlichen Hexenwahns liegen bei 50.000 bis 70.000, die Mehrzahl davon in Deutschland. Zwischen 1941 und 1943 wurden in Kroatien etwa 750.000 orthodoxe Serben ermordet - unter maßgeblicher Beteiligung katholischer Geistlicher und mit stillschweigender Billigung des Vatikans.
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Der Reichtum der Kirche ist Blutgeld Wie kam der Reichtum der Kirche überhaupt zustande? Darüber redet man so gut wie nicht. Vermutlich, weil der immense Kirchenreichtum zum großen Teil auf kriminelle Weise zustande gekommen ist. Dabei ist die materielle und finanzielle Bereicherung an den Gläubigen durch die Vatikan- und Lutherkirche nicht eine Sache von Einzelfällen, sondern sie gehört zum System dieser Institutionen von Anfang an.
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Ist das Mittelalter wirklich vorbei? Das Mittelalter spukt noch in den Köpfen. Dafür hat die Kirche schon gesorgt. Heute brennen zwar - weil von Staats wegen verboten - keine Scheiterhaufen mehr. Aber eine Talkshow oder Magazinsendung zur besten Sendezeit, in der kirchliche Lügen und Verleumdungen über eine religiöse Minderheit breitgetreten werden, kann einer gesellschaftlichen Hinrichtung gleichkommen. Und die Kirchen verstehen ihr Geschäft. Schließlich sitzen sie in allen Rundfunkräten...
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Treibjagd gegen friedfertige Landwirte »Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt.« Die Wahrheit dieses Wortes von Schiller erfahren urchristliche Landwirte und Tierbetreuer im Raum Würzburg fast täglich. Ihr »Vergehen«: Sie haben rund um das Gut Terra Nova fast 20 km Hecken angelegt, außerdem Bauminseln, Feuchtbiotope, Steinbiotope, dazwischen chemiefrei bebaute Felder, auch Weiden und Unterstände für Schafe und Rinder, die sie vor dem Schlächter bewahrt haben. Denn Urchristen achten das Leben. Sie »nützen« die ihnen anvertrauten Tiere nicht zum Schlachten und Verzehren, sondern sie betreuen diese bis an deren Lebensende - als kleine Wiedergutmachung für das, was Menschen seit Jahrtausenden Tieren antun.
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Was macht friedvolle Menschen gefährlich? Wer in die Geschichte blickt, wird immer wieder auf Bewegungen stoßen, die an das frühe Christentum anzuknüpfen versuchten. Sie wurden ausnahmslos von der kirchlichen Inquisition verfolgt und meist ausgerottet. Warum?
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Darf man Tierfreunde zum Tieretöten zwingen? Prozess vor dem Bayerischen Verwaltungsgericht wurde zur Gerichtsposse - Tierfreunde hatten Antrag auf Ruhen der Jagd auf ihrem Grund und Boden gestellt - doch zwei von drei Berufsrichtern waren Jäger... - »Es gibt hier grundsätzliche Rechtsfragen, die nach einer höchstrichterlichen Entscheidung geradezu schreien.« Während der Vorsitzende Richter Ansgar Schäfer diese Worte aussprach, konnte ein Wildschwein, das vor dem Gerichtsgebäude auf einer Karre lag, schon lange nicht mehr schreien. Denn ein Jäger hatte es totgeschossen.
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Klimawandel: Gott hat rechtzeitig gewarnt Wer »zu früh« warnt, den bestraft die Kirche - Mancher altgediente Umweltschutz-Aktivist reibt sich im Jahr 2007 verwundert die Augen: Alle reden plötzlich vom Klimawandel und tun so, als ob sie schon immer Umweltschützer gewesen wären. Doch bei genauerem Hinsehen erweist sich das viele Gerede als Mogelpackung, denn Ursachenforschung wird kaum betrieben; wichtige Aspekte werden ausgeklammert. Und diejenigen, die seit 30 Jahren vor der Katastrophe gewarnt haben, werden bis heute als lästige »Sektierer« mundtot gemacht - mit den bewährten Mitteln der modernen Inquisition. Darum geht es in dem neuen Buch »Der Schattenwelt neue Kleider«: einerseits um den Klimawandel, andererseits um den 30-jährigen Krieg gegen den prophetischen Geist, Gott.
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Ratzinger, der »Großinquisitor« Heute heißt er Papst Benedikt: Im ARD-Magazin Kontraste (vom 03.03.2005) äußerte sich der damalige Kardinal Ratzinger - heute Papst Benedikt - zu seinem Titel »moderner Großinquisitor«. Und siehe da: Ratzinger hatte mit dem Begriff »Inquisitor« überhaupt kein Problem - im Gegenteil!
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Inquisitionsprozess in Würzburg Kann die Wahrheit beleidigend sein? - Die Wahrheit kann weh tun - aber kann sie auch beleidigen? In Würzburg wurde ein Journalist verurteilt, weil er über die Kirche die Wahrheit sagte. »Es gehörte schon immer zum Leben eines Menschen, der aus katholischer oder lutherischer Sicht ein ‚Ketzer' und ‚Häretiker' ist, früher oder später auch einmal mit der Justiz Bekanntschaft zu machen. Leider auch noch im 21. Jahrhundert.« Richter und Staatsanwalt vor dem Amtsgericht Würzburg schauen schon etwas irritiert, als sie solche Worte von einem Angeklagten vernehmen, der keineswegs zitternd und zagend vor ihnen steht, sondern gelassen hinzufügt: »Wer sich wehrt, soll offensichtlich eingeschüchtert oder gar kriminalisiert werden.«
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Pfarrer Haack und die neue Inqusition Pfarrer Haak, »Begünder« der neuen Inquisition - Sektenjagd in Deutschland: Deutschland hat eine sehr gute Verfassung, die unter anderem ausdrücklich eine Diskriminierung von Minderheiten verbietet und eindeutig Religionsfreiheit gewährleistet. - Wie ist es dann möglich, dass Menschen, die in Frieden mit der Natur und den Tieren leben wollen, so übel mitgespielt wird, wie in dieser Zeitung beschrieben?
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Ein »Pfarrer« als Arbeitsplatzvernichter Manche Leute haben schon einen merkwürdigen Arbeitsplatz. Wolfgang Behnk zum Beispiel, lutherischer Pfarrer in Diensten der bayerischen Landeskirche, wird von seinem Landesbischof Johannes Friedrich dafür bezahlt, dass er zum Telefon greift, sobald er etwas über Aktivitäten von Kirchenaussteigern erfährt.
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Der Wolf und die »guten Sitten« »Seid auf der Hut vor dem Wolf«, sagt die Geißenmutter zu den sieben Geißlein, »wenn er hereinkommt, so frisst er euch alle mit Haut und Haar«. - Offenbar muss das Märchen jetzt umgeschrieben werden, weil eine solche Warnung gegen die »guten Sitten« verstößt.
Dieser Ansicht scheint jedenfalls die Firma Wolf(!)-Werbung aus Fürth zu sein. Regional-Werbungsleiter Alexander Allstadt lehnte einen Kino-Werbespot des Verlages »Das Wort« für das Buch »Wer sitzt auf dem Stuhl Petri?« ab, weil dieser Spot nach seiner Meinung »gegen die guten Sitten« verstoße.
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»Hängt sie auf! An die Wand stellen!« Ist es wieder soweit? - Ein dunkler Raum. Verqualmte Luft, Bierdunst. Vorne steht ein untersetzter, bärtiger Mann, der wild gestikuliert und sich regelrecht in einen demagogischen Rausch hineinsteigert, von »Heimat« spricht, die man »verteidigen« müsse, von Feinden, vor denen man »keine Achtung zu haben brauche...«
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Kein Arbeitsplatz, keine Wohnung für Ketzer! »Stehen Sie dem Universellen Leben nahe?« Diese Frage kann auch im Deutschland des 20. und 21. Jahrhunderts darüber entscheiden, ob eine Wohnung oder ein Marktstand gemietet, ein Feld verpachtet, ein Gebäude verkauft oder ein Grundstück erschlossen wird.
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Trennung von Staat und Kirche? Staat und Kirche: Ross und Reiter! - Wir haben in Deutschland in der Verfassung offiziell die Trennung von Kirche und Staat. Dies ist im Grundgesetz festgeschrieben. In der Realität ist davon aber wenig zu spüren. Besonders, wenn man aus der Kirche ausgetreten ist, um friedlich nach urchristlichen Prinzipien mit Gleichgesinnten zu leben...
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Landrat Zorn und der Gedächtnisverlust Ein verleumderischer Inquisitor spielt Saubermann - Weil ihnen die Gemeinde Greußenheim das friedliche Leben schwer macht, haben die Urchristen einen Brief an Minister Sinner geschrieben, mit dem Antrag eine eigene Gemeinde bilden zu dürfen. Doch bevor der Minister antworten konnte, meldeten sich Landrat Zorn, der ehemalige Hettstädter Bürgermeister, zu Wort und - wie sollte es anders sein - der Hettstädter Lokalschreiber Tilman Toepfer von der Main Post. Beide führen bekanntlich seit Jahren einen Feldzug gegen die Urchristen. Wegen Zorns Aussagen als Bürgermeister wurden gegen die Gemeinde bereits 1993/94 dreimal gerichtlich Ordnungsgelder (5.000, 7.500, 10.000 DM) verhängt. Doch daran kann er sich heute offenbar nicht mehr erinnern...
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Wehret den Anfängen! Was geschieht, wenn eine Minderheit beständig verleumdet wird, sie aber kaum jemand, weder ein Politiker noch ein Journalist, in Schutz nimmt? Es geschehen Übergriffe.
Der Unterschied ist nur: Wenn dies einem Mitbürger mit dunkler Hautfarbe oder einem Behinderten geschieht, ist die Empörung - zu Recht - groß. Wenn jedoch eine religiöse Minderheit betroffen ist, zucken alle nur mit den Achseln.
Niedere Instinkte und Ängste vor dem »Andersartigen« sind leicht zu wecken. Kirchenvertreter wissen das. Die Auswirkungen sind entsprechend.
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